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Kanton Thurgau zieht Bewilligung für Openair «Frauenfeldli» zurück

Kanton Thurgau zieht Bewilligung für Openair «Frauenfeldli» zurück

Der Kanton Thurgau hat die Bewilligung für die Ersatzveranstaltung des Openairs Frauenfeld zurückgezogen. Der Grund sind fehlende Kapazitäten in den Spitälern. Vom 14. bis 18. September hätte das «Frauenfeldli» mit maximal 20'000 Gästen pro Tag stattfinden sollen.

Agentur
sda
31.08.21 - 10:57 Uhr
Kultur & Musik
Erst 2022 wird wieder ein Openair Frauenfeld stattfinden. Auch die für Mitte September geplante Ersatzveranstaltung muss nun abgesagt werden. (Archivbild)
Erst 2022 wird wieder ein Openair Frauenfeld stattfinden. Auch die für Mitte September geplante Ersatzveranstaltung muss nun abgesagt werden. (Archivbild)
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

«Wir stehen hinter der Entscheidung der Behörden», teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Man sei aber auch enttäuscht, «denn wird sind überzeugt, dass die Absage dieses Mal vermeidbar gewesen wäre». In der Mitteilung wird an das Publikum appelliert: «Bitte verhaltet auch entsprechend oder lasst euch impfen, damit nicht nur in der Kulturbranche endlich wieder ein wenig Normalität einkehrt».

Der Kanton begründete den Rückzug der Bewilligung in einer eigenen Mitteilung mit der aktuellen epidemiologischen Lage: Wegen der rasant steigenden Fallzahlen und der damit verbundenen Hospitalisierungen «wäre die Durchführung Mitte September nicht verantwortbar gewesen».

Thurgau muss Patienten verlegen

Die Erfahrungen zeigten, dass bei jeder Durchführung des Openairs Frauenfeld pro Tag 15 bis 20 Besucherinnen oder Besucher notfallmässig ins Spital Frauenfeld eingeliefert werden müssten. Für drei bis vier Personen brauche es jeweils eine Überwachung auf der Intensivstation.

Das Spital habe deshalb in den vergangenen Jahren jeweils die personellen Ressourcen und die Kapazitäten vorübergehend erhöht. Dies sei nun nicht möglich, weil die Grenzen auf der Intensivstation wegen des erhöhten Betreuungsaufwands für Patientinnen und Patienten mit Covid-19 bereits erreicht sei.

Am Sonntag hatte der Kanton Thurgau gemeldet, dass wegen fehlender freier Betten Patientinnen und Patienten in ausserkantonale Spitäler verlegt werden müssten.

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