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Neues «Zündhölzli» zum 85. Geburtstag von Mani Matter

Neues «Zündhölzli» zum 85. Geburtstag von Mani Matter

Die «Matter Rock»-CD, «Hemmige» von Stephan Eicher oder Ueli Schmezers Coverband «MatterLive» - es ist längst Tradition, dass Künstlerinnen und Künstler Mani Matters Liedern neues Leben einhauchen. Seit letzter Woche gibt es auch ein neues «Zündhölzli».

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Kultur & Musik
Seine Lieder inspirieren die Schweizer Musikszene noch immer: Der Berner Chansonnier Mani Matter wäre heute 85 Jahre alt geworden.
Seine Lieder inspirieren die Schweizer Musikszene noch immer: Der Berner Chansonnier Mani Matter wäre heute 85 Jahre alt geworden.
Keystone/ALBERT WINKLER

Mit einer Neuinterpretation des Klassikers «I han es Zündhölzli azündt» gedenken die Schweizer Musiker Denis Marian & Max Urban dem Berner Chansonnier (1936-1972), der am heutigen Mittwoch seinen 85. Geburtstag gefeiert hätte.

Denis Marian ist mehrfacher Schweizermeister im Beatbox, Max Urban war 2003 Finalist in der Sendung «MusicStar»: Gemeinsam haben die beiden dem «Zündhölzli» ein R&B-Kleid verpasst und es mit einem neuen Beat unterlegt. Die am 30. Juli veröffentlichte Version sei im Rahmen eines Schulprojekts entstanden, heisst es in der Medienmitteilung des Zytglogge Verlags.

Die «Chue» an der Taufe

Marian und Urban sind nicht die ersten, die die Klassiker Mani Matters anlässlich seines Geburtstags würdigen. Nach vielen anderen Projekten veröffentlichte der Zytglogge Verlag zu Matters 80. Geburtstag (2016) das Album «Und so blybt no sis Lied», ein Sammelwerk mit Neuinterpretationen von Matter-Liedern. Die Covers stammen von diversen Musikern, unter ihnen der Berner Rapper Greis, der mit Gitarrist Benjamin Noti alias Noti Wümié «Die Strass, won i drann wohne» gecovert und eine eingängige Popnummer daraus gemacht hat.

Ebenfalls vertreten sind auf dem Album die Berner Erfolgsrapper Lo & Leduc («079»). Wie «Leduc» Luc Oggier seinerzeit gegenüber Keystone-SDA sagte, war er schon als Baby in Matters Ideenwelt eingetaucht - wortwörtlich. Das Lied «Chue am Waldrand» wurde an seiner Taufe gespielt - wobei seine Eltern einen Hang zu Pessimismus vermuten liessen, singt Matter doch «d'Wält isch so perfid, dass sy sech sälte oder nie, nach Bilder, wo'mer vore gmacht hei, richtet».

Auf den Punkt

Man dürfe nie versuchen, Matter zu kopieren, «denn so kann man nur verlieren», so Oggier weiter. Prägend seien seine Texte für Lo & Leduc alleweil: «Es gilt, die grossen Fragen in einfache Geschichten zu verpacken, zu verdichten.»

Das versuchte auch Rapperin Steff la Cheffe mit ihrem Song «Ds Rösli», einer Geschichte über eine Frau, Rösli, die jeweils nach dem Zahltag ein «Rubellösli» kauft. Matter habe sie mit «seiner Art, wie er mit Sprache beziehungsweise Dialekt gespielt hat» inspiriert und geprägt, erzählte die Berner Rapperin damals.

Matter, der 1972 36-jährig bei einem Autounfall starb, schaffte es wie kein Zweiter, in seinen Liedern Bilder heraufzubeschwören. Das gelang ihm mit einfachsten, pointierten Worten. Oder wie Greis es beschrieb, mit dem «Auf-den-Punkt-bringen».

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