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Kunsthaus Zürich: «Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz»

Majestätische Bergwelten oder das ewige Eis der Gletscher - die heimatliche Landschaft ist in der Romantik zum Bildmotiv geworden. Dieser Epoche widmet das Kunsthaus Zürich nun eine Ausstellung.

Agentur
sda
Donnerstag, 12. November 2020, 14:19 Uhr Zürich
"Die Aare an der Handeck" von Francois Diday ist in der Ausstellung "Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz" im Kunsthaus in Zürich zu sehen. Es ist ein Beispiel dafür, dass Künstler der Romantik ihre Motive in der wilden und bedrohlichen Bergwelt…
"Die Aare an der Handeck" von Francois Diday ist in der Ausstellung "Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz" im Kunsthaus in Zürich zu sehen. Es ist ein Beispiel dafür, dass Künstler der Romantik ihre Motive in der wilden und bedrohlichen Bergwelt…
Keystone/ENNIO LEANZA

«Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz» wird von 13. November bis 14. Februar zu sehen sein. Dabei ist der Titel in mehrerlei Hinsicht Programm.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entfaltete sich die Romantik als Gegenbewegung zur nüchternen und rationalen Kunst des Klassizismus. Ins Zentrum rückten das Unerklärliche, Bedrohliche, Unheimliche, das Gefühl - daher wohl «Im Herzen wild».

Mit dem Titel «Romantik in der Schweiz» klingt weiter an, worauf Kurator Jonas Beyer mit der Schau abzielt. Denn Schweizer Künstler wie Johann Heinrich Füssli, Alexandre Calame oder Arnold Böcklin unterhielten Netzwerke weit über die Grenzen der Schweiz hinaus, waren beeinflusst von den Akademien in Paris, Dresden oder Wien. Und auch umgekehrt: Die Schweizer Landschaft bot Künstlern aus dem Ausland mannigfach Motive. Dieser Austausch über die Grenzen hinweg, lege nahe, «nicht dezidiert von einer 'Schweizer Romantik'» zu sprechen, sondern eben von der «Romantik in der Schweiz», heisst es in einer Mitteilung des Kunsthauses Zürich von Donnerstag.

Die Ausstellung will denn auch die gemeinsamen Bestrebungen der Künstler der Romantik ins Zentrum stellen, ohne jedoch lokal bedingte Eigenarten aus dem Blick zu verlieren. Gezeigt werden über 150 Werke aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert; zudem wollen die Ausstellungsmacher zeigen, wie die Romantik in der Gegenwart nachhallt.

Ausgestellt werden Werke etwa der genannten Schweizer Künstler, Bilder von internationalen Grössen wie Eugène Delacroix, Caspar David Friedrich und William Turner, als auch Videoarbeiten von Guido van der Werve, Remy Zaugg oder David Claerbout. Die Werke stammen aus Schweizer Sammlungen sowie aus Deutschland, Österreich, Grossbritannien und Frankreich.

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