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Titel «Opernhaus des Jahres» geht an Genf und Frankfurt

Das Grand Théâtre de Genève und die Oper Frankfurt teilen sich den Titel «Opernhaus des Jahres» für die Spielzeit 2019/20. Und der Schweizer Titus Engel wurde zum «Dirigenten des Jahres» gekürt, zusammen mit Kirill Petrenko.

Agentur
sda
Dienstag, 29. September 2020, 11:07 Uhr Berlin/Genf
Aviel Cahn ist gerade einmal seit Sommer 2019 Generaldirektor am Grand Théâtre de Genève. Bereits nach seiner ersten Spielzeit kann er sich über die renommierte Auszeichnung seines Hauses zum "Opernhaus des Jahres" freuen. (Archivbild)
Aviel Cahn ist gerade einmal seit Sommer 2019 Generaldirektor am Grand Théâtre de Genève. Bereits nach seiner ersten Spielzeit kann er sich über die renommierte Auszeichnung seines Hauses zum "Opernhaus des Jahres" freuen. (Archivbild)
Keystone/MARTIAL TREZZINI

Die Opernhäuser wurden bei einer Abstimmung der Fachzeitschrift «Opernwelt» unter 43 Kritikern gleichermassen für ihre Dramaturgie, Entdeckerfreude und individuellen Regie-Handschriften gelobt, teilte das Magazin am Dienstag in Berlin mit.

Das Grand Théâtre de Genève hat die Auszeichnung als Operninstitution erhalten; hervorgehoben werden damit generell die Aufführungen des Hauses. Neben Lyon und Brüssel ist das Grand Théâtre de Genève eine der wenigen nicht-deutschsprachigen Bühnen, die die renommierte Auszeichnung seit der Schaffung des Preises 1993 erhalten haben.

Zudem wird Generaldirektor Aviel Cahn mit der Auszeichnung bereits nach seiner ersten Spielzeit geehrt. Er hat das Haus im Sommer 2019 übernommen. «Eine grossartige Anerkennung und eine sehr grosse Ehre!», lässt er sich in einer Mitteilung des Grand Théâtre von Dienstag zitieren. Sie bestätige «die Erneuerungen mit einem originellen Programm, das Künstler aus allen künstlerischen Disziplinen wie Kino, Theater, Mode oder zeitgenössische Kunst einlädt, sich in der Oper auszudrücken», sagte Cahn weiter.

Engel dirigierte erste Cahn-Produktion

Zum «Dirigenten des Jahres» wurde der 1975 in Zürich geborene Titus Engel gekürt. Er teilt sich die Auszeichnung mit Kirill Petrenko, dem bisherigen Generalmusikdirektor des Bayrischen Staatsorchesters, das seinerseits als «Orchester des Jahres» gelobt wird. Engel hatte im Übrigen in Genf «Einstein on the Beach» dirigiert, die erste von Generaldirektor Cahn programmierte Produktion. Im kommenden Dezember soll Engel nach Genf zurückkehren für die Neuproduktion von Leonard Bernsteins «Candide».

Ausgezeichnet wurden darüber hinaus die Sopranistin Marlis Petersen und der Countertenor Jakub Józef Orliński als beste Sänger. Und für seine «Tannhäuser»-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen wählten die Musikkritiker Tobias Kratzer zum «Regisseur des Jahres» sowie die Produktion als «intelligent-subversives Roadmovie» gleich auch zur «Aufführung des Jahres».

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