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Konzert für Italiens Zukunft - Brücke in Genua vor Eröffnung

Eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der neuen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua hat das renommierte Orchester der Akademie Nazionale di Santa Cecilia am Fuss des Bauwerks ein Konzert gegeben.

Agentur
sda
Montag, 27. Juli 2020, 21:22 Uhr Genua
Eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der neuen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua hat das renommierte Orchester der Akademie Nazionale di Santa Cecilia am Fuss des Bauwerks ein Konzert gegeben.
Eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der neuen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua hat das renommierte Orchester der Akademie Nazionale di Santa Cecilia am Fuss des Bauwerks ein Konzert gegeben.
KEYSTONE/EPA/LUCA ZENNARO

Unter Leitung des Chefdirigenten Antonio Pappano (60) hatten die Musiker aus Rom Werke des US-Dirigenten Samuel Barber und Ludwig van Beethovens im Programm. Der gigantische Bau auf hohen Stelzen ersetzt die Morandi-Brücke, die vor zwei Jahren eingestürzt war. Bei dem Unglück vom August 2018 waren 43 Menschen gestorben.

Die neue, über einen Kilometer lange Stahl- und Betonkonstruktion hoch über der Stadt soll den Namen «San Giorgio» tragen. Sie wurde vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen, der aus der ligurischen Hafenstadt stammt.

Der 82-Jährige verglich die Brücke am Montag mit einem starken Schiff und sprach von einem Weg ins Licht, das so typisch für Genua sei. Andere Redner betonten, dass die schnelle Fertigstellung ein Modell für die Zukunft Italiens sein könne, sie zeige, wie man aus der Corona-Krise heraussteuern könne.

Ehrengäste des als «privat» bezeichneten Konzerts waren auch regionale Politiker und Kirchenobere. Es wurde vom Bauträger organisiert.

Die Open-Air-Veranstaltung war zum einen den über 1000 Männern und Frauen gewidmet, die rund ein Jahr lang an dem Projekt gearbeitet hatten. Ausserdem fand sie im Gedenken an die Opfer des Einsturzes statt.

Die Brücke selbst wird am kommenden Montag (3. August) mit einer Feier eingeweiht. Zwei Tage später soll der Verkehr rollen.

Seit dem Einsturz der Morandi-Brücke gärt ein politischer Streit in Italien über die Verantwortung. Die Behörden ermitteln wegen Baumängeln gegen den bisher privaten Autobahnbetreiber ASPI.

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