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Sandro Dietrich spendet Preisgeld an Flüchtlinge

Die Gewinner des Bündner Music Award Sandro Dietrich und Julian M. Grünthal spenden die 1000 Franken an eine Hilfsorganisation.

Kristina
Schmid
Montag, 04. Mai 2020, 04:30 Uhr Bündner Music Award
Sandro Dietrich und Julian M. Grünthal spenden das Preisgeld des Bündner Music Award.
PRESSEBILD

Musiker Sandro Dietrich und Regisseur Julian M. Grünthal: Sie sind die Sieger des diesjährigen Bündner Music Award (BMA). Ihr Video zum Song «Hakuna Matata» kürte der Bündner Hollywood-Regisseur Marc Forster nämlich zum Sieger in der Kategorie «Musikvideo des Jahres». Dafür erhielten sie von der «Südostschweiz»-Medienfamilie, die den BMA zum dritten Mal organisierte, auch ein Preisgeld in Höhe von 1000 Franken.

Nun haben sich Dietrich und Grünthal dazu entschieden, das an die Hilfsorganisation Aidhoc zu spenden, die sich für eine Besserung der Situation in den griechischen Flüchtlingslagern einsetzt. «Wir wollten in dieser Zeit nicht an uns denken, sondern an die, die diese Krise wirklich hart trifft», sagt Dietrich gegenüber «suedostschweiz.ch».

Wo es wirklich gebraucht wird

Von der Siegesprämie wussten die nominierten Künstler nichts. Erst am Tag der Siegerehrung wurde den Siegern das Preisgeld überreicht. «Wir hatten mit dem Geld nicht gerechnet, es nicht budgetiert.  Und deshalb haben Julian und ich beschlossen, dass wir damit etwas Gutes tun wollen.»

Julian habe sich daraufhin über verschiedene Hilfsorganisationen informiert, sich bei seinen Freunden etwas umgehört. Dabei sei er auf die Organisation Aidhoc gestossen. «Wir haben uns für sie entschieden, weil das Geld wirklich dort hingeht, wo es auch benötigt wird. Wir wollten keine Hilfsorganisation mit hohen Verwaltungskosten unterstützen», führt Dietrich aus.

Aufmerksamkeit schenken

Die Thematik der Flüchtlinge geht nach Ansicht von Dietrich in dieser Coronakrise völlig unter. In den Medien finde etwa die tragische Situation in Griechenland kaum Platz. «Wir wollten mit unserer Spende die Aufmerksamkeit auf diese Sache lenken. Wir wollten nicht an uns denken, sondern an all die Menschen, an die man jetzt wirklich denken sollte.»

Natürlich hätten die beiden das Geld selber gut gebrauchen können. Aufgeteilt wäre jedem ein Anteil von 500 Franken zugutegekommen. «Damit hätte jeder das Essen für einen Monat zahlen können. Das ist nicht nichts. Aber wir haben für schlechte Zeiten gespart. Und deshalb wollten wir das Geld jenen geben, die das eben nicht tun können.»

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