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Albert Anker-Haus soll Kunstpavillon erhalten

Das historische Albert Anker-Haus in Ins BE soll besser zugänglich gemacht werden und mit einem modernen Kunstpavillon ergänzt werden. Für die Finanzierung des 6-Millionen-Projektes sucht die Stiftung nun Mäzene.

Agentur
sda
Donnerstag, 30. Januar 2020, 15:37 Uhr Bern
Das Atelier des 1910 verstorbenen Schweizer Malers Albert Anker im Albert Anker-Haus in Ins.
Das Atelier des 1910 verstorbenen Schweizer Malers Albert Anker im Albert Anker-Haus in Ins.
Keystone/Peter Klaunzer

Sofern die Finanzierung zustande kommt, soll das «Centre Albert Anker» im Sommer 2022 eröffnet werden. Die Stiftung Albert-Anker-Haus präsentierte am Donnerstag in Ins das Projekt für die Umbauten sowie den Bau eines Schaulagers im Garten des früheren Wohnhauses des berühmten Schweizer Malers.

Seit dem Tod Albert Ankers im Jahre 1910 blieb sein früheres Wohnhaus praktisch unverändert. Auch sein Atelier ist in originalem Zustand zu besichtigen. Das Anker-Haus im Dorfzentrum gilt als schützenswertes Kulturgut von nationaler Bedeutung und wurde 2016 von einer Stiftung übernommen.

Pavillon als Schaulager

Ankers Wohn- und Atelierräume sollen als Zeitzeugen unverändert bleiben, jedoch besser gesichert werden. Als neues Herzstück des Zentrums soll im ehemaligen Tenn ein Empfangsbereich eingebaut werden. Im Dachraum des alten Bauernhauses ist eine Ausstellungsfläche zum Leben und Wirken des Malers vorgesehen.

Im oberen Teil des Gartens ist zudem ein Neubau aus Holz geplant. Das neue Kunstpavillon soll als Lager, Archiv und Schauraum dienen. Zudem sollen hier Forschung betrieben werden können. Die Bau- und Umbaukosten werden auf 5,4 Millionen Franken veranschlagt. Dazu kommen Betriebskosten von 600'000 Franken für fünf Jahre.

Finanzierung durch Fundraising

Die total sechs Millionen Franken will die Stiftung mit einem Fundraising stemmen. Ein Drittel des Geldes sei bereits zugesagt, sagte Stiftungspräsident Roger von Wattenwyl vor den Medien. Unterstützung erhofft man sich von Mäzenen und Stiftungen.

Bei der Mäzenensuche sei man auch im Gespräch mit alt Bundesrat Christoph Blocher, sagte Wattenwyl auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda. Blocher ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und verfügt über 200 Anker-Bilder in seinem Privatbesitz.

Das Haus von Albert Anker (1831-1910) in Ins war 1803 von dessen Grossvater, einem Bauern und Tierarzt, errichtet worden. Es diente dem wohl berühmtesten Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts ab 1860 als Wohnhaus und Atelier. Das Bauernhaus blieb über Generationen im Besitz der Familie und ist bis heute fast unverändert erhalten.

http://centrealbertanker.ch

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