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Spraydosen-Skulpturen für gesunde Beisserchen

Fabian Florin alias Bane konzentriert sich mit seinen Projekten auf den Raum Chur. Für ein besonderes soziales Projekt reist er in diesem Jahr trotzdem ins Ausland. Mit einem Zahnarzt an seiner Seite.

27.04.19 - 04:30 Uhr
Kultur & Musik

Der Churer Graffiti-Künstler Fabian Florin, besser bekannt als Bane, ist ein Mann der Taten und weniger der Worte. Das verdeutlicht ein Besuch in seinem Gemeinschaftsbüro im Westen der Stadt Chur. Er sitzt alleine am Arbeitsplatz. Ruhe dominiert den Raum. Und eine Trophäe. Denn die Holzskulptur für den «Bündner des Jahres» hat ihren Platz gefunden. Im Tagesgeschäft rückt sie aber in den Hintergrund. Gerade widmet sich Bane der Bildbearbeitung. Bane versteht sein Handwerk, was die Graffiti-Kunst angeht - und die Fotografie.

Letztere betrifft auch eines seiner nächsten Projekte. Bane will eine öffentliche Dunkelkammer errichten. Sie soll eine Plattform für Kultur für alle sein. Und im Besonderen ein Ort für Personen, welche eine Liebe zur analogen Fotografie entwickelt haben und analoge Fotos produzieren möchten. «In Chur gibts ein solches Angebot schlicht nicht.»

Das Ausland steht hinten an ...

Chur, für Bane eine Herzensangelegenheit. «Ich möchte mich dieses Jahr mit meiner Arbeit auf Chur konzentrieren», sagt er. Das heisst: keine kommerzielle Projekte im Ausland. «Ich habe allen Projektanfragen aus der Ferne einen Korb gegeben.» Eine gute Nachricht für die Fans von Projekten wie dem Churer Mühleturm, der dank Bane zum grössten Wandgemälde der Schweiz «umfunktioniert» wurde. Auch wenn der Künstler bezüglich seiner Projekte nicht konkreter wird ... Bis auf das Street Art Festival Chur. Es soll eine zweite Austragung stattfinden. «Ich denke im grossen Rahmen, an eine stadtweite Austragung.» Bei der Premiere 2018 erhielt das Festival noch begrenzten Platz im Welschdörfli. Die Idee steht, es «fehlt einzig noch an Partnern», so Bane.

... Und doch gehts nach Nepal

Nicht zu kurz kommen im laufenden Jahr die sozialen Projekte. Eines davon ist «The Cang». Der Künstler entwirft Spraydosen-Skulpturen. Und: 30 Prozent des Gewinns wandern nach Nepal und in die Mongolei.

Sie sind ungewöhnlich - und für einen guten Zweck: die Spraydosen-Skulpturen von Bane.
Sie sind ungewöhnlich - und für einen guten Zweck: die Spraydosen-Skulpturen von Bane.

Die Sujets der Spraydosen-Skulpturen scheinen nicht zufällig gewählt. Bane wird mit einem Schweizer Zahnarzt Schulen und Dörfer Nepals und der Mongolei besuchen. Auf dem Programm: Gratis-Zahnbehandlungen für alle, die sie nötig haben.

Wer das Zahnarzt-Projekt unterstützen möchte, kann dies tun: Die Spraydosen-Skulpturen sind in der Galerie Löwen in Chur erhältlich.

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