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Schmerkner Musikgesellschaft spielt erfrischend auf

Kraftvoll, emotionsreich und mit viel Freude konzertierte die Musikgesellschaft Schmerikon. Der Dirigent Robert Buza gab beim Auftritt in der Schmerkner Pfarrkirche sein Debüt. Es wurde ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Konzertprogramm geboten.

Linth-Zeitung
14.01.19 - 04:30 Uhr
Kultur
Unter der Leitung des neuen Dirigenten Robert Buza spielt die Musikgesellschaft Schmerikon in der Pfarrkirche Werke von Georges Bizet und Karel Vacek.
Unter der Leitung des neuen Dirigenten Robert Buza spielt die Musikgesellschaft Schmerikon in der Pfarrkirche Werke von Georges Bizet und Karel Vacek.
WERNER HOFSTETTER

von Werner Hofstetter

Noch vor wenigen Jahren hatte die Musikgesellschaft Schmerikon noch gegen vierzig Mitglieder. Eine Zahl, die sich inzwischen halbiert hat. Um ein Jahreskonzert präsentieren zu können helfen Musikkameraden aus der Region. Für den Dirigenten Robert Buza war es nicht leicht, konzertante Lektionen für einen Konzertabend zu finden, da er erst vor einem halben Jahr die Schmerkner Musikgesellschaft übernommen hat. Der Wunsch des Dirigenten, etwas Neues zu wagen, zahlte sich am Winterkonzert am Samstagabend in der Pfarrkirche von Schmerikon aus. So wurde ein Auftritt eines Alphorntrios eingebaut.

Von Marsch- zu Filmmusik

Ein Konzert ist erst ein Konzert, wenn zuerst ein Marsch gespielt wird. Die Musiker entschieden sich für den «Ravanello Marsch». Aus dem Film «The Mission» wurde zudem «Morricone’s Melody» von Roland Kernen zusammengestellt.

Herausgestochen hat Martin Dieziker mit seinem Trompetensolo. Eine Polka sorgt immer für eine gewisse Beschwingtheit, und wenn sie wie die «Wachtel Polka» aus der Feder von Karl Vacek stammt, erinnert sie an den Böhmerwald.

Viel Spielfreude gezeigt

Die Umstellung von leichter Klassik zu konzertanten Werken wie die «Kleine Ungarische Rhapsodie» bewältigten die Musiker mit viel Spielfreude. Dirigent Robert Buza sorgte für verschiedene Tempi bei der ungarischen Folklore.

Die Zuhörer fühlten sich wohl in der Puszta oder bei einem Czardas. Den ansprechenden Schwierigkeitsgrad, den Georges Bizet in «Musik from Carmen» abverlangte, meisterte die Musikgesellschaft mit Bravour. Der Vortrag beinhaltete Temperament, Kontraste, Fröhlichkeit und Ruhe - trotz der Vorstellung eines Stierkampfes. Der Marsch «Louenesee» ist bekannt geworden von der Gruppe Span und weicht eher in Richtung Evergreen ab. «Pasadena» von Jakob de Haan präsentierte sich in zwei verschiedenen Teilen mit aussagekräftigen Kontrasttiefen.

Ein Feuerwerk zum Schluss

Die Melodien zogen sich von Swing über Latin bis Rock voller Rhythmus. Wenn die Konzentration beim Dirigenten und bei den Musikanten nach einer Stunde Spielzeit nachlässt, ist der Konzertmarsch «Salemonia» das letzte Feuer, wurde aber auch als Feuerwerk präsentiert. Das begeisterte Publikum forderte am Schluss Zugaben. Dirigent Robert Buza legte nochmals einen Zahn zu mit einem rassigen Marsch, den die Zuhörer mit stehendem Applaus verdankten.

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