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Was aus dem Glarnerland auf Youtube Furore macht

Das kleine Glarnerland mischt auf dem Videoportal Youtube gross mit. Zu den Spitzenreitern zählen Volksmusiker Ernst Jakober, Rapper Bandit und Lokführer Hanspeter Zweifel. Eine Rangliste – ohne Gewähr.

Martin
Meier
Montag, 07. Januar 2019, 04:30 Uhr Internet-Stars

Chapeau! Annähernd eine Million Klicks für Volksmusik-Papst Ernst Jakober. Sein Hit «Alls was bruchsch uf der Wält, das isch Liebi» ist die absolute Nummer 1 der meistgeklickten Glarner Videos. Auch sein «Örgelihuus» zählt 500'000 Aufrufe.

Platz 2 hält Patrick Mitidieri alias Bandit: «Mir sind» zählt 387'852 Klicks, «Mini Story» 565'489. Mit der Gruppe Möchtegang erreicht der Glarner Kultrapper mit «So andersch» gar 619'954 Aufrufe.

Platz 3 hält kein Musikwerk. Auch das Pumpspeicherwerk Linth-Limmern hat es in sich: «Ein Projekt nimmt Gestalt an» erreicht nahezu 400'000 Zuschauer. Beachtliche 258'435 Aufrufe weist das Video über die Schwerlastbahnen des Projekts Linthal 2015 auf. Auf Rang 4 kommt mit gut 200'000 Aufrufen der SBB-Song «Welcome Home», mit dem Linthaler Lokführer Hanspeter Zweifel. Und ein Altmeister hält Platz 5 – der verstorbenen Louis Menar. Sein «Müeti, liebs Müeti» registriert 145'092 Aufrufe.

Nur Platz 8 für Siegesfahrt von Patrick Küng

Rang 6 für ein trauriges Ereignis, die Schlammlawine vom Juni 2016 in Linthal, die ein Menschenleben forderte: Die Tragödie wird 112'509 Mal angesehen. Zu Gold-Vreni Schneider: Ihre Siegesfahrt an den olympischen Winterspielen in Lillehammer erreicht 32'000 Klicks, ihr «Kafi am Pischterand» 100'000, womit sich Vreni auf Rang 7 platziert. Gleichauf mit «Losed si Frau Küenzi» von Salvo.

Platz 8 gehört Patrick Küngs Siegesfahrt in Beaver Creek 2015: 61'858 Aufrufe. Betty Legler liegt auf Platz 9: Ihr Song «Rock for the Lady» wird über 58'000 Mal angeklickt. In die Topten schafft es auch noch Kurt Albert vom «Echo vom Tödi» – mit dem «Urnerbodä-Kafi».

Produzent Freedo sorgt für 600 Millionen Aufrufe

Ein Youtube-König ist auch Walter Kaiser. Als Schlagzeuger von Gölä und Andreas Vollenweider bringt er es auf mehrere Hunderttausend Klicks. Gleiche Kaliber sind Tom Etter, Gitarrist bei «Züri West», und Thomas Wild, ehemals Drummer bei Polo Hofer. Die Youtube-Königin heisst Barbara Kubli, die bei Gotthard die erste Geige spielt und auch schon Stars wie Rod Stewart, Robbie Williams oder Andreas Gabalier begleitet hat.

Ein «Welt-Star» im Hintergrund ist Musikproduzent Freedo (Fridolin Walcher). Der Glarner hat den Song «Lush Life» der schwedischem Popsängerin Zara Larsson mitproduziert. Und jetzt bitte festhalten: Der kommt auf nahezu 600 Millionen Aufrufe.

30'000 sehen auf Facebook, was in Glarus falsch läuft

Überhaupt: Wer im Internet sucht, der findet weitere sehenswerte Glarner Videos, die im weltweiten Netz fast untergehen. Sehenswert sind da beispielsweise das Video der Rämlers zu ihrem Song «Chlüntel» oder der Beitrag von Wildhüter Marco Banzer über die spielenden Hirsche im Jagdbanngebiet Schilt.

Manchmal schlägt ein Video aber auch auf Facebook grosse Wellen. In nur drei Tagen schaffte es eines über eine Fehlmarkierung im neuen Parkierungskonzept von Glarus auf über 30'000 Aufrufe. Von einer solch hohen Beachtung kann das Kantonsmarketing mit seinen Werbefilmen nur träumen.

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