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Wild-West-Fieber in Amtown

Die Musikgesellschaft Amden konzertierte zum Jahresschluss «im Wilden Westen». Ganoven, Revolverhelden, der Sheriff und geniale Solisten unterhielten dabei grossartig.

Linth-Zeitung
Montag, 03. Dezember 2018, 04:30 Uhr Ganoven und Revolverhelden
Wilde Wildwest-Stimmung: Im Saloon von Amtown geht die Post in jeder Hinsicht voll ab.
RITA RÜDISÜLI

von Rita Rüdisüli

Winnetou und Old Shatterhand trafen sich am vergangenen Samstagabend auf Amdens Saalbühne, und die vielen Gäste genossen ein herrliches Konzert. Ammler Cowgirls und Cowboys suchten den schönsten Ort, um sesshaft zu werden. Und – wer hätte das gedacht – sie finden ihn in «Amtown». Interimsdirigent Hanspeter Büsser hatte mit seinen Musikantinnen und Musikanten ein Konzert eingeübt, das für Auge und Ohr ein wahrer Genuss war.

Vorab begrüsste aber Präsident Peter Rüdisüli die vielen Gäste, darunter auch den Ammler Pfarrer Victor Buner. Er versprach ihm, im neuen Ort Amtown, in dem schon eine Bank und ein Saloon aufgebaut waren, demnächst auch eine Kirche zu bauen.

Vom Abend- zum Präriemond

Im Konzert durfte John Denvers gehörfälliger Country Song «Take me home, Country roads» natürlich nicht fehlen. Das bekannte Stück Abendmond wurde passend zur Kulisse in Präriemond abgeändert. Und aus dem Trompetenkönig wurde kurzerhand der Revolverheld. Darin brillierte der 23-jährige Student Jasper Lehmann nicht mit dem Revolver, sondern mit der Trompete. Das Trompetenstück wurde wie immer von CD-Gotte Martha Gmür gespendet, und der Solist agierte mit gekonntem Doppelzungenschlag und sorgte damit für die erste Konzertzugabe. Moderator Roman Gmür kommentierte den Auftritt mit: «Ich bin überwältigt!» und spricht damit den Gästen aus dem Herzen.

Häuptling Trinkendes Dampfross

Als weiterer Solist trat Stefan Zahner auf. Er gab mit dem Bass die Polka «Unser Brummbär» von Franz Watz zum Besten und erntete dafür grossen Applaus. Äusserst gelungen war auch die Ganovenpolka, bei der die Posaunisten Kari Büsser, Andi Gmür, Brigitte Gmür, Peter Rüdisüli und Markus Camenisch im wahrsten Sinne des Wortes zum Zuge kamen.

Zwischen den Musikstücken unterhielten die Cowboys mit lustigen Sketchen. Dabei führte «Trinkendes Dampfross», der Häuptling der Blaufuss-Weesner, Grenzverhandlungen mit dem Häuptling der Bewohner von Amtown. Die Bruno-Böni-Bank wurde ausgeraubt, und deshalb brauchte die neue Gemeine sofort einen Sheriff.

«Diesen Job kann natürlich nur eine Klarinettistin übernehmen», meinte Moderator Gmür. «Denn die sehen und wissen alles!» So begann Daniela Büsser mit den Ermittlungen. Ob sie den Bankräuber, den sie in den Saxofon-Kreisen vermutete, auch wirklich überführen konnte, sei noch nicht verraten. Denn die Musikgesellschaft Amden lädt am kommenden Samstagabend nochmals zu «Wild Wild West» in den stimmigen Saloon von Amden ein.

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