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Ein reales und viele virtuelle Sgraffiti

Die Kulturinitiative SOMALGORS74 präsentiert ihr nächstes Projekt: In Tschlin wird ein Sgraffito in Form eines QR-Codes enthüllt, das, mit der passenden App Fatschadas gescannt, ein halbjährlich wechselndes, virtuelles Sgraffito auf der Wand darstellt.

Oliver
Fischer
Dienstag, 06. November 2018, 10:41 Uhr SOMALGORS74

In Chur wurde gerade das grösste (absolute reale) Wandgemälde der Schweiz enthüllt, da lanciert im Engadin die Kulturinitiative SOMALGORS74 das virtuelle Sgraffito. Konkret wird am kommenden Samstag, 10. November, an der Hausfassade der Kulturinitiative in Tschlin ein reales Sgraffito in Form eines QR-Codes enthüllt, wie es in einer Medienmitteilung am Dienstag heisst.

Dazu wird die Smartphone- und Tablet-App Fatschadas veröffentlicht. Scannt man mit dieser App den QR-Code an der Hauswand, zeigt diese ein virtuelles Wandgemälde an der Hauswand. Im Halbjahresrhythmus werden Künstlerinnen, Grafiker und Typografinnen neue, virtuelle Bilder entwickeln, «die sich mit der Engadiner Tradition von Sgraffito als ornamentales Mitteilungsmedium im öffentlichen Raum auseinandersetzen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Ziel dieser Installation sei es, eine Debatte über die Tradition und die Zukunft des Sgraffito auszulösen, schreiben die Initianten weiter: «Gleichzeitig wollen wir damit virtuelle Ornamente in Beziehung mit realer Architektur setzen und eine Verbindung zwischen der traditionellen template Kultur des Sgraffitto mit digitalem Interface Design herstellen.» Die handwerkliche Tradition des geschabten Sgraffito soll neue ästhetische, kulturelle und funktionelle Impulse erhalten, um weiterhin aktuell zu bleiben.

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