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Winter vertreiben: Graubünden vs. Zürich!

Am Montag geht es dem «Böögg» wieder an den Kragen. Im Gegensatz zu den Kollegen in Zürich brauchen wir in Graubünden kein Feuer dafür.

Südostschweiz
Montag, 16. April 2018, 11:45 Uhr Wer kann es besser?
Wir brauchen kein Feuer um den Winter zu vertreiben - bei uns reichen Glocken!
KEYSTONE/ARCHIV

Kleine Edelfräuleins, Händler aus dem Orient, Bäuerinnen und Marktfahrer sind am Sonntagnachmittag fröhlich durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Den Umzugsauftakt zum traditionellen Zürcher Sechseläuten machten wie jedes Jahr die Kinder.

Zwischen all den Kindern und Tieren spielten verschiedene Musikformationen Marschmusik. Den Abschluss bildete auch in diesem Jahr die bunte Gruppe «weltoffenes Zürich», in der sich rund 600 Kinder von ausländischen Kulturgruppen in traditionellen Kostümen zeigten. Dieser Teil ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Der Kinderumzug ist, anders als das «richtige» Sechseläuten vom Montag, ein Anlass für alle. Mitglied in einer Zunft zu sein, ist keine Voraussetzung, um hier mitlaufen zu können. Jeder und jede zwischen fünf und 15 Jahren kann sich im Voraus anmelden.

Mit dem «Böögg» den Winter vertreiben

Der traditionelle Zug der Zünfte startet dann am Montag um 15 Uhr. Dann ziehen 3500 Zünfter durch die Zürcher Innenstadt zum Sechseläutenplatz. Um 18 Uhr wird dort mit dem Verbrennen des «Bööggs» symbolisch der Winter vertrieben.

Der Brauch sagt: Je schneller der Kopf des Schneemanns explodiert, desto schöner wird der Sommer. Die Idee geht zurück ins alte Zürich: Wenn die Abende wieder heller wurden, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zeigten ihre Freude über den Frühling mit dem Anzünden von Strohmännern, Trommeln und Schiessen.

Der ultimative Vergleich

Jetzt aber ernsthaft? Braucht man echt Feuer um den Winter zu vertreiben beziehungsweise den Sommer einzuläuten?

Nichts für schreckhafte! Nichts für schreckhafte! Höhenfeuer in Graubünden: Irgendwie romantischer - oder? Höhenfeuer in Graubünden: Irgendwie romantischer - oder?

Und überhaupt ... was soll das mit den Kostümen? Fasnacht wird doch im Februar gefeiert?!

Fasnacht in Chur und ... Fasnacht in Chur und ... ... Fas ... äääh ... Sechseläuten in Zürich. ... Fas ... äääh ... Sechseläuten in Zürich.

Und haben wir schon erwähnt, dass man den Sommer im wahrsten Sinne des Wortes einläuten kann und nicht zwangsläufig Pferdemist dazu braucht?

Die einen brauchen Pferde ... Die einen brauchen Pferde ... ... den anderen reichen Glocken! ... den anderen reichen Glocken!

Um eines dürfte man jeden Bündner in Zürich jedoch beneiden. Heute müssen sie nicht arbeiten!

Und? Wer vertreibt den Winter schöner?

Ganz klar die Zürcher!
15%
Keine Frage: Die Bündner machen es schöner!
51%
Ihr wollt darauf tatsächlich eine Antwort?
33%
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