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Maulwurf Max zum Riechen und Fühlen

Roger Rhyners jüngstes «Baby» muss man anfassen. Das Buch des Glarners wird in Zusammenarbeit mit dem Blindenbund auf den Markt gebracht.

Martin
Meier
Sonntag, 11. März 2018, 04:30 Uhr Glarner Bestsellerautor
Glarner Bestsellerautor: Roger Rhyners neues Buch «Maulwurf Max» kann man nicht nur riechen, sondern neu auch fühlen.
SASI SUBRAMANIAN

Max, der Maulwurf, lebt gemütlich und zufrieden in seinem Maulwurfshügel, als er auf der Suche nach Futter einen entsetzlichen Gestank wahrnimmt und kurz darauf von beissendem Rauch umgeben ist. Er weiss sofort, dass da jemand in grosser Gefahr sein könnte, und macht sich auf den Weg, um zu helfen. Und tatsächlich, der nahe gelegene Hühnerstall brennt ganz fürchterlich, und die Hühner sind verzweifelt, weil sie nicht flüchten können. Schafft es der kleine, fast blinde Maulwurf tatsächlich noch, die Hühner zu retten?

So einfach die Geschichte um «Maulwurf Max» gestrickt ist, umso komplizierter war die Herstellung des Buches, das am 16. März auf den Markt kommt. Die Leser können darin nämlich nicht nur lesen, sondern auch förmlich fühlen und riechen, ob es zu einem Happy End kommt.

Für Blinde und Sehende

«Maulwurf Max» ist ein Kinderbuch, das in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Blindenbund realisiert worden ist.

«Das Buch vereint alle Sinndimensionen und ist dadurch für Kinder mit visuellen Einschränkungen zugänglich.»

Die Auflage ist limitiert, das Cover hat einen Samteinband, und das Wichtigste: Die Geschichte ist auch in Blindenschrift zu lesen. «‘Maulwurf Max’ ist somit ein wunderbares Beispiel für Inklusion», meint Julia Angehrn vom Schweizerischen Blindenbund. «Das Buch vereint die Sinndimensionen Sehen, Riechen und Fühlen und ist dadurch auch für Kinder mit visuellen Einschränkungen zugänglich.» Zudem sensibilisiere «Maulwurf Max» die gut sehende Leserschaft auf die Bedingungen, Möglichkeiten und Einschränkungen von blinden und stark sehbehinderten Menschen. «Das alles in einnehmender spielerischer Form», sagt Angehrn weiter.

Bestsellerautor und -illustrator

Illustriert hat das Werk Patrick Mettler, geschrieben der Glarner Roger Rhyner. Beides sind keine Unbekannten: Mit dem Duftbuch «Der stinkende Geissbock» haben die beiden schon einmal einen Bestseller gelandet. Um seiner geliebten Geiss zu gefallen, macht sich in diesem Buch Geissbock Charly auf die Suche nach einem neuen Duft. «Geissbock Charly reist um die Welt». «Findet Heilkräuter», «feiert Weihnachten» und «im Freiberg Kärpf» heissen die Nachfolgewerke, von denen – bis jetzt – neun Auflagen gedruckt wurden.

Auch «Maulwurf Max» dürfte gute Aussichten auf Erfolg haben. Zumal das erste Duft- und Fühlbuch im eher kleinen Wörterseh-Verlag erschienen ist, der für seine «grossen» Bücher bekannt ist. Die Biografie zu This Jenny ist ebenfalls dort erschienen wie Lisa Martis «Mutanfall» oder Brigitte Trümpy-Birkelands «Sternenkinder – wie Till seinen Himmel fand».

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