Und ewig ruft der Riesenbärenklau
Vor gut hundert Jahren war der im Kaukasus heimische Riesenbärenklau – nicht zu verwechseln mit dem verwandten einheimischen Wiesenkerbel, der nicht annähernd so gross wird – als Zierpflanze und als Bienenweide eingeführt worden.
Vor gut hundert Jahren war der im Kaukasus heimische Riesenbärenklau – nicht zu verwechseln mit dem verwandten einheimischen Wiesenkerbel, der nicht annähernd so gross wird – als Zierpflanze und als Bienenweide eingeführt worden.
Es zeigte sich jedoch, dass die Pflanze mit ihrem für Menschen giftigen Saft gefährlich und invasiv ist. Das heisst, sie breitet sich auch ohne menschliches Zutun überproportional aus und verdrängt die einheimische Flora.
So schrieb man sich die Bekämpfung der Pflanze auf die Fahne und erzielte mit aufwendigen Massnahmen inzwischen gute Erfolge. Wo der Riesenbärenklau vor nicht allzu vielen Jahren in Davos fast üblich war, muss man heute die Standorte kennen. Über eine Liste dieser Stellen verfügt auch die Gemeinde und vergangene Woche rückte im Rahmen des Neophyten-Konzeptes ein Mitarbeiter der Gemeinde zur Kontrolle und Bekämpfung aus. Nicht überflüssigerweise. Zwar sind viele der zirka 60 im Landwassertal bekannten Stellen inzwischen «sauber» und es wächst kein Riesenbärenklau mehr.
Bei anderen, und auch an neu gemeldeten Standorten, musste jedoch eingegriffen werden. Die Pflanzen wurden mit Schutzbekleidung mitsamt der Wurzel ausgegraben und im Kehricht entsorgt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Einwanderin nicht wieder austreibt oder Samen bilden kann. Überwacht werden auch Standorte auf privatem Grund. Doch dort sind die Eigentümer zur Bekämpfung aufgefordert. Sie können die invasiven Neophyten auch durch Gärtnereien oder andere sachkundige Betriebe entfernen lassen.
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