So viel Geld investierte Graubünden letztes Jahr in den Schutzwald
Nur ein stabiler und gesunder Wald sei der beste Schutz vor Naturgefahren, schreibt die Bündner Regierung. Dafür hat sich der Kanton im letzten Jahr engagiert.
Nur ein stabiler und gesunder Wald sei der beste Schutz vor Naturgefahren, schreibt die Bündner Regierung. Dafür hat sich der Kanton im letzten Jahr engagiert.
Die öffentlichen Forstbetriebe und Forstunternehmer im Kanton Graubünden haben vergangenes Jahr von insgesamt 216’000 Hektar Wald im Kanton 3546 Hektare gepflegt. Das schreibt die Bündner Regierung in einer Medienmitteilung. Ausserdem wurden insgesamt 390’000 Kubikmeter Holz von den Betrieben genutzt. Angestiegen ist die Holzmenge, welche infolge Schäden entnommen wurde. Diese hat sich im vergangenen Jahr auf 50’000 Kubikmeter Sturmholz verdreifacht, was einer Zunahme von 46 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr haben hingegen Borkenkäfer 40 Prozent weniger Schäden angerichtet.
«Weil nur ein stabiler und gesunder Wald der beste Schutz vor Naturgefahren ist, stand auch letztes Jahr die Pflege des Schutzwaldes im Vordergrund», heisst es. Auf den rund 122’000 Hektar Bündner Schutzwald wurden im letzten Jahr rund 2400 Hektare gepflegt. Auf rund 70 Prozent Pflegefläche, also auf 1750 Hektare, profitierten die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer durch Beiträge von Bund und Kanton in einem Gesamtumfang von 14,54 Millionen Franken.
Zudem konnten vergangenes Jahr 24 Hektar Wald ausserhalb des Schutzwaldes gepflegt werden. Diese Eingriffe zielen darauf ab, die Widerstandskraft des Waldes gegenüber dem Klimawandel und den damit verbundenen Ereignissen nachhaltig zu verbessern. Die Kosten für die Vorbereitung, Einrichtung und Unterhalt der Flächen seien vollständig durch Bund und Kanton finanziert worden, den Waldeigentümern seien keine Restkosten entstanden, heisst es.
Sammelprojekt genehmigt
Die Regierung genehmigt das Sammelprojekt «Instandstellung Erschliessungen und Waldbrandprävention 2024» verschiedener Gemeinden. Dazu spreche sie einen Kantonsbeitrag von höchstens 14 Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung.Das Projekt beinhaltet die Instandstellung von insgesamt 51,4 Kilometer Waldstrassen, Maschinenwegen und Jeepwegen, verteilt auf 84 Einzelobjekte. Damit wird die Erschliessung von rund 10’350 Hektar Schutzwald und von rund 3350 Hektar weiteren Waldes verbessert.
Weiter beinhaltet dieses Sammelprojekt den Bau eines Löschwasserbeckens in Fläsch, die Instandsetzung einer Löschwassersperre in Bever sowie die Beschaffung von Ausrüstungsmaterial spezifisch für die Waldbrandbekämpfung für die Feuerwehren.
(red)
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