×

Junge Menschen schnuppern Medienluft bei der Somedia in Chur 

Am 4. Juni und am 12. November haben Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse die Möglichkeit, in die Medienwelt einzutauchen. 

Karin
Hobi
20.05.24 - 04:30 Uhr
Graubünden
Einblick in die Welt der Medienlandschaft: Kinder ab der fünften Klasse haben in Chur die Möglichkeit dazu.
Einblick in die Welt der Medienlandschaft: Kinder ab der fünften Klasse haben in Chur die Möglichkeit dazu.
Bild Olivia Aebli-Item

Während 90 Minuten die Medienwelt entdecken und vielleicht schlummernde Passionen wecken: Diese Möglichkeit bietet Somedia Bündner Schulklassen mit dem «Junior Media Workshop». Fachexpertinnen und Experten führen die jungen Menschen in die Welt der Medien ein, indem sie ihnen ihre Arbeitsbereiche präsentieren. Es kann also über die Schultern von Journalistinnen und Journalisten sowie TV- und Radioleuten geschaut werden, um ihren Arbeitsalltag kennenzulernen und sich davon vielleicht sogar inspirieren zu lassen. 

Lernen und aktiv mitwirken

«Ja, diesen Workshop gibt es zum ersten Mal in dieser Form», so Conny Ammann, Leiterin Events bei Somedia. «Da im Frühjahr und im Herbst jeweils Schulprojektwochen stattfinden und wir schon oft für Medienhausbesuche angefragt wurden, wird nun dieser Workshop organisiert. So besteht die Möglichkeit, das Angebot attraktiv zu gestalten und die Kinder nicht nur an den Arbeitsplätzen vorbeizuführen», sagt sie. Mit dem Workshop werden Schülerinnen und Schüler in die Kunst des Textens eingeführt, und sie können auch gleich selber den eigenen Text kreieren. «Sie lernen dabei nicht nur viel Wertvolles über Journalismus und Social Media, sondern erhalten auch wichtige Tipps zum Umgang und Schutz in den sozialen Medien», sagt die Eventleiterin. «Und beim Radio- und TV-Studiobesuch soll den Teilnehmenden ein bisschen ‹Hollywoodfeeling› vermittelt werden», erzählt sie weiter. Auch dort werden die Kinder und Jugendlichen nicht nur mit Informationen versorgt, sondern Ausprobieren und Mitmachen ist gefragt. «Die Kinder und Jugendlichen können gleich selbst am Mikrofon und hinter der Kamera aktiv mitwirken.» 

Warum ein Beruf im Medienbereich?

Wir haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Somedia gefragt, warum sie genau diesen Beruf gewählt haben:

Romina Kranz: Sie wollte schon immer einen Job, in dem sie viel schreiben und Geschichten erzählen kann.
Romina Kranz: Sie wollte schon immer einen Job, in dem sie viel schreiben und Geschichten erzählen kann.
Bild Olivia Item-Aebli

«Da ich schon immer schreiben wollte, lag es nahe, dass ich im Journalismus lande. Das Schöne daran ist, dass uns jeden Tag andere und aufregende Geschichten erwarten, die unbedingt erzählt werden wollen und teilweise auch erzählt werden müssen.»

Romina Kranz, Redaktorin Online / Zeitung

Jürg Abdias Huber: Er mag das multimediale Gesamtpaket.
Jürg Abdias Huber: Er mag das multimediale Gesamtpaket.
Bild Olivia Aebli-Item

«Meine Aufgaben sind sehr vielfältig, und ich lerne immer wieder neue Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen kennen. Meine Arbeit beinhaltet längst nicht ‹nur› das Schreiben. Ich kann den Leserinnen und Lesern auf sehr unterschiedliche Weisen – mit einem multimedialen Gesamtpaket – Informationen liefern. Das macht mir Spass. Ich rette mit meiner Arbeit im Journalismus vielleicht nicht die Welt, aber ich mache sie ein bisschen spannender und unterhaltsamer.»

Jürg Abdias Huber, Multimedia-Produzent

Roman Michel: Er hat schon als Kind Fussballspiele kommentiert.
Roman Michel: Er hat schon als Kind Fussballspiele kommentiert.
Bild Livia Mauerhofer

«Ein bisschen Sportjournalist war ich schon als Kind, als ich jeweils lautstark meine Legofussballmatchs kommentierte. Mich faszinieren die Emotionen und die Geschichten, die der Sport mit sich bringt. Geschichten, die – wie heisst es so schön – oft nur der Sport schreibt: von den Olympischen Spielen bis zum 2.- Liga-Fussballmatch.» 

Roman Michel, Leiter Sport

Katharina Balzer: Sie mag den Austausch mit interessanten Personen.
Katharina Balzer: Sie mag den Austausch mit interessanten Personen.
Bild Livia Mauerhofer

«Radio machen ist grossartig! Als Radiomoderatorin begleite ich unzählige Menschen an guten Tagen, aber auch dann, wenn es negative Schlagzeilen gibt. Ich kann interessante Personen treffen, mich mit ihnen austauschen und erzähle ihre Geschichten dann wieder am Radio. Das zu tun und dabei noch viel Musik zu hören, ist einfach magisch.»

Katharina Balzer, Radiomoderatorin

Patrick Nigg: Er schätzt die verschiedenen Arbeitsfelder als Journalist.
Patrick Nigg: Er schätzt die verschiedenen Arbeitsfelder als Journalist.
Bild Livia Mauerhofer

«Warum ich Journalist geworden und geblieben bin? Weil der Beruf spannend und vielseitig ist, denn er bietet viele verschiedene Arbeitsfelder vom Recherchieren an der Front bis zum Aussuchen, Gewichten und Aufbereiten von Inhalten für das Publikum. Und weil es eine gesellschaftlich wichtige und deshalb befriedigende Aufgabe ist, korrekte Informationen über das Geschehen vor der Haustür, im Land oder in der Welt zu sammeln, zu ordnen und zu vermitteln.»

Patrick Nigg, Leiter In- und Ausland

Corinne Raguth Tscharner: Sie mag es, durch ihren Job jeden Tag etwas Neues zu lernen.
Corinne Raguth Tscharner: Sie mag es, durch ihren Job jeden Tag etwas Neues zu lernen.
Bild Olivia Aebli-Item-

«Mein Hauptbeweggrund war die Abwechslung. Jeden Tag lernt man etwas Neues. Und fast jeder Tag bringt ein neues Thema und neue Begegnungen mit sich, wenn auch in meinem Fall mittlerweile fast nur noch telefonisch. Zudem kann man immer seine eigenen Ideen und Inputs einbringen und so seinen Arbeitsalltag stark mitgestalten.»

Corinne Raguth Tscharner, Stv. Chefredaktorin Online / Zeitung

Jessica Melcher: Ihr gefällt es, mit ihrer Arbeit zu zeigen, dass nicht immer alles perfekt sein muss.
Jessica Melcher: Ihr gefällt es, mit ihrer Arbeit zu zeigen, dass nicht immer alles perfekt sein muss.
Bild Olivia Aebli-Item

«Einerseits liebe ich es, durch meine Arbeit neue Menschen kennenzulernen. Ich befasse mich jeden Tag mit einem neuen Thema, und so bleibt mein Job immer sehr abwechslungsreich und interessant. Auch liebe ich es, wenn man nicht immer die perfekte Welt zeigt. Das heisst, ich bin ja auch ‹nur› ein Mensch und mache Fehler, und vor der Kamera zeige ich diese auch. Und: Ich liebe es, neue Herausforderungen anzunehmen, auch wenn ich nicht alles gerne mache, kann ich dadurch quasi aus meiner Komfortzone treten.»

Jessica Melcher, TV-Moderatorin, Wetterreporterin

Charlyn Jahnel: Durch ihre Aufgaben steckt sie mitten im Weltgeschehen.
Charlyn Jahnel: Durch ihre Aufgaben steckt sie mitten im Weltgeschehen.
Bild Olivia Aebli-Item

«Das Tolle am internationalen Journalismus ist, dass man mitten im Weltgeschehen steckt. Es entsteht ein Gefühl der Verbundenheit, wenn man regelmässig Einblick in die Lebensrealität von Menschen in anderen Ländern erhält, das schätze ich sehr.»

Charlyn Jahnel, Redaktorin Online / Zeitung

Mauro Sutter: Er liebt es, Reportagen zu schreiben.
Mauro Sutter: Er liebt es, Reportagen zu schreiben.
Bild Livia Mauerhofer

«An meinem Beruf gefällt mir vor allem der Kontakt mit interessanten Menschen. Reportagen zu schreiben und darin das Erlebte spannend wiederzugeben, ist für mich die schönste Form von Journalismus.»

Mauro Sutter, Redaktor Online / Zeitung

«Junior Media Workshop» 
Folgende Zeiten sind für den 4. Juni und 12. November buchbar: 

Vormittag
8 – 9.30 Uhr
8.55 – 10.25 Uhr
9.50 – 11.20 Uhr
10.45 – 12.15 Uhr

Nachmittag: 
13.15 – 14.45 Uhr
14.10 – 15.40 Uhr
15.05 – 16.35 Uhr

Anmelden könnt ihr euch hier.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.

Jetzt für den «Abentüürland»-Newsletter anmelden

Mit unseren Tipps & Tricks für den Familienalltag jeden Dienstag top informiert sein.

Mehr zu Graubünden MEHR