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Nach Unwetter: 37 Misoxer Betriebe wollen Kurzarbeit einführen

Im Zusammenhang mit dem Unwetter im Misox hat der Kanton für 37 Betriebe Kurzarbeitsentschädigung bewilligt. Betroffen sind 156 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Südostschweiz
06.08.24 - 10:37 Uhr
Graubünden
Soazza nach den Unwettern: Auf dem Bild sind alte Häuser bei der Baustelle «Von» zu sehen, die von der Rüfe nur knapp verschont worden waren.
Soazza nach den Unwettern: Auf dem Bild sind alte Häuser bei der Baustelle «Von» zu sehen, die von der Rüfe nur knapp verschont worden waren.
Bild Claudio Godenzi / Fotopower.ch

Das Bündner Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen aus dem Juli veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Unwetter im Misox auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Für insgesamt 37 Betriebe mit 156 Arbeitnehmenden wurde Kurzarbeitsentschädigung bewilligt, wie es heisst. Diese Angaben liessen keinen exakten Rückschluss auf die effektiv kurzarbeitenden Unternehmen zu, da diese ab der jeweiligen Abrechnungsperiode drei Monate Zeit hätten, ihren Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bei verschiedenen Arbeitslosenkassen geltend zu machen.

Ende Juli verfügten laut Kanton zudem insgesamt zehn Betriebe über eine laufende Bewilligung, um Kurzarbeitsentschädigung abrechnen zu können. Maximal könnten 457 Arbeitnehmende betroffen sein. Gegenüber dem Vormonat mit sechs Betrieben und 343 möglicherweise betroffenen Mitarbeitenden ist die Anzahl der betroffenen Betriebe sowie die Anzahl der betroffenen Arbeitnehmenden gestiegen.

880 Menschen in Graubünden waren ohne Job

In diesem Juli verzeichnete der Kanton Graubünden 880 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 0,8 Prozent entspricht, wie das Amt weiter spricht. Gegenüber dem Vormonat mit 861 Arbeitslosen ist die Arbeitslosenzahl minim angestiegen. Zusätzlich wurden 723 nicht arbeitslose Stellensuchende und insgesamt 1603 Stellensuchende registriert. Gegenüber dem Vormonat mit 1612 Stellensuchenden hat sich diese Zahl kaum geändert.

Von den 880 Arbeitslosen waren 382 Frauen und 498 Männer. Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten das Gastgewerbe (171), das Gesundheits- und Sozialwesen (80), der Detailhandel (76) und das Baugewerbe (76). Im Juli wurden zudem 44 Langzeitarbeitslose gezählt. Gegenüber dem Vormonat mit 37 Langzeitarbeitslosen ist diese Zahl leicht gestiegen.

Zu den nicht arbeitslosen Stellensuchenden gehören Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren in Anspruch nehmen. Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nicht arbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden.

Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 104'518 auf 107'716 gestiegen. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 2,3 Prozent. Zusätzlich wurden gesamtschweizerisch 71'423 nicht arbeitslose Stellensuchende registriert, wie es weiter heisst.

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