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Prix Montagne: Von sechs nominierten Projekten ist die Hälfte aus Graubünden

Seit vierzehn Jahren werden Projekte, die zur wirtschaftlichen Vielfalt im Schweizer Berggebiet beitragen, mit dem Prix Montagne ausgezeichnet. Darunter sind auch Bündner Projekte.

Südostschweiz
10.07.24 - 16:07 Uhr
Graubünden
40’000 Franken Preisgeld: Drei Bündner Projekte sind für den diesjährigen Prix Montagne nominiert. 
40’000 Franken Preisgeld: Drei Bündner Projekte sind für den diesjährigen Prix Montagne nominiert. 
Pressebild
Die Nominierten für den diesjährigen Prix Montagne stehen fest. Unter der Leitung des ehemaligen Profi-Langläufers Dario Cologna hat die siebenköpfige Jury sechs Projekte ausgewählt, die zur wirtschaftlichen Vielfalt und Wertschöpfung im Schweizer Berggebiet beitragen. Darunter befinden sich drei Projekte in Graubünden. Der mit 40’000 Franken dotierte Preis werde jährlich von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und der Schweizer Berghilfe verliehen, schreibt die Schweizer Berghilfe in einer Medienmitteilung.

Butia Ramosch, Ramosch

Eines der Projekte befindet sich in Ramosch. Der Dorfladen Butia Ramosch sorgt im Unterengadiner Bergdorf für neues Leben. Dank den Initiativen des Fördervereins «Società Butia Ramosch», der Geschäftsführerin Wanda Hopman und der Gemeinde konnte der Dorfladen gerettet und für die Zukunft gerüstet werden. Entstanden sei ein vielseitiger Begegnungsort für Einheimische und Touristen, heisst es in der Mitteilung. 

Dorfladen: Die Butia Ramosch ist für den Prix Montagne nominiert. 
Dorfladen: Die Butia Ramosch ist für den Prix Montagne nominiert. 
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New Rada Schuhmacherei, Le Prese

Das zweite Bündner Projekt ist die Schuhmacherei New Rada in La Prese. Pakete mit Schuhen aus der ganzen Schweiz erreichen täglich die Schuhmacherei New Rada in Le Prese im Puschlav. Rund 3000 Paar Bergschuhe und Kletterfinken reparieren Orlando und Leonia Rada gemeinsam mit ihrem Team jährlich in ihrer Werkstatt. Damit schaffen sie wertvolle Arbeitsplätze im abgelegenen Tal.

Bündner Schuhmacher: Die Schuhmacherei New Rada ist für den Prix Montagne nominiert. 
Bündner Schuhmacher: Die Schuhmacherei New Rada ist für den Prix Montagne nominiert. 
Pressebild

Zauberwald, Lenzerheide

Einzigartige Lichtinstallationen, Konzerte und kulinarische Angebote mitten im Wald: Das ist der Zauberwald Lenzerheide. Das Festival findet jeweils im Dezember vor Weihnachten statt. Giancarlo Pallioppi und sein Team locken mit ihrem einzigartigen Programm rund 50’000 Besucherinnen und Besucher in die Region und beleben so in der Vorweihnachtszeit das Bergdorf. Auch dieses Bündner Projekt gehört zu den sechs nominierten.

Zauberwald: Der Zauberwald Lenzerheide ist für den Prix Montagne nominiert.
Zauberwald: Der Zauberwald Lenzerheide ist für den Prix Montagne nominiert.
Pressebild

Die Bündner Projekte haben Konkurrenz

Insgesamt wurden 61 Projekte eingereicht und auf Kriterien wie Wirtschaftlichkeit und Modellcharakter geprüft. Cologna betont die Vielfalt und den Innovationsgeist der nominierten Projekte, die aus allen Sprachregionen der Schweiz und verschiedenen Branchen stammen.

Die Gewinner des Prix Montagne und des Publikumspreises werden am 5. September im Eventforum in Bern bekannt gegeben. Dies ist die erste Preisverleihung unter der Leitung von Jurypräsident Cologna. Die Veranstaltung wird von der TV-Moderatorin Sabine Dahinden moderiert und musikalisch von Schwyzerörgeli-Improvisator Christian Wyss begleitet. Der Prix Montagne wird bereits zum vierzehnten Mal verliehen.

Die Kriterien 
Für den Prix Montagne können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten. Beurteilt werden die Projekte im Wesentlichen danach, ob sie
 · seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
· einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
· das Potenzial haben, von anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden (Modellcharakter).

Die Jury
 · Dario Cologna (Präsident): Ehemaliger Profi-Langläufer
· Jean-Paul Lachat: Direktor Landwirtschaftsamt Kanton Jura
· Gabriela Manser: Verwaltungsratspräsidentin der Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur
· Peter Niederer: Vizedirektor und Ressortleiter Regionalentwicklung SAB
· Roland Schegg: Professor und Tourismusexperte Hochschule für Wirtschaft Wallis (HES-SO Valais-Wallis)
· Werner Schiesser: Ehemaliger CEO BDO Schweiz, Verwaltungsrat, Unternehmensberater
· Beatrice Zanella: Leiterin Projekte und Partnerschaften Schweizer Berghilfe

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