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Pascal Müller aus Oberurnen: «Der Abstand zur Weltspitze hat sich verkleinert, das ist cool»

Der Nordisch Kombinierer Pascal Müller wird in Estland 37. und erreicht somit das beste Resultat seiner Karriere. Das intensive Training in seiner Sorgendisziplin scheint sich auszuahlen.

Südostschweiz
11.02.24 - 17:44 Uhr
Glarus
Legt den Grundstein: Dank guten Leistungen im Skispringen holt Pascal Müller eine weiteres Mal Punkte im Weltucp.
Legt den Grundstein: Dank guten Leistungen im Skispringen holt Pascal Müller eine weiteres Mal Punkte im Weltucp.
Bild Kimmo Brandt/Keystone

von Köbi Hefti

Bei den Weltcuprennen in der nordischen Kombination im winterlich eingekleideten Otepää in Estland zeigte Pascal Müller gute Leistungen. Beim Wettkampf am Samstag über zehn Kilometer nach Gundersen klassierte sich der Oberurner zum dritten Mal in seiner Karriere in den Punkten. Zum 37. Rang meinte er bestens gelaunt: «Neues Karriere-Bestresultat und endlich wieder ein paar Weltcuppunkte.» Besonders beim Skispringen überzeugte Müller. Mit Rängen zwischen 21 und 26 klassierte er sich bei allen drei Wettkämpfen in der vorderen Ranglistenhälfte. Die intensiven Trainingseinheiten rund ums Skispringen seit Weihnachten trugen bereits letzte Woche beim Triple in Seefeld erste Früchte.

In Estland setzte Müller aber noch einen drauf und klassierte sich beim Springen so weit vorne wie noch nie. Auch in der Loipe lief es ihm wieder besser. Wegen einer vor knapp drei Wochen eingefangenen Grippe konnte er erst seit wenigen Tagen ein richtiges Ausdauertraining betreiben.

Sturz verhindert weitere Punkte

Beim Wettkampf am Sonntag über zehn Kilometer startete Müller als 22. zum Langlauf. In der dritten von vier Runden, inmitten eines Pulks, der um Rang 30 kämpfte, platzte der Traum Müllers von erneuten Weltcuppunkten. In einer Abfahrt stürzte vor ihm ein Finne. Müller konnte nicht mehr ausweichen, stürzte ebenfalls und musste das Rennen mit defektem Material aufgeben. Der 22-Jährige ärgerte sich über dieses Missgeschick, doch nur kurze Zeit später wich der Frust der Freude. «Meine Trainer und ich freuen uns am meisten darüber, dass meine Sprünge konstant gut waren und ich mich im Wettkampf gar noch steigern konnte. Der Abstand zur Weltspitze hat sich verkleinert, das ist cool», so Müller zu seinem Abstecher ins Baltikum.

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