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Die Glarus Orks spielen in der kommenden Saison nicht mehr nur in Schwanden

Ab der kommenden Saison spielt das American-Football-Team Glarus Orks nicht mehr nur in Schwanden, sondern auch im Lido in Rapperswil.

Lars
Morger
30.01.24 - 04:30 Uhr
Glarus
Jubel bald im Lido: Die Glarus Orks haben die Chance, in Rapperswil ein grösseres Publikum anzuziehen.
Jubel bald im Lido: Die Glarus Orks haben die Chance, in Rapperswil ein grösseres Publikum anzuziehen.
Pressebild

American Football boomt in Europa. Die amerikanische Nationalsportart begeistert auch in der Schweiz immer mehr Menschen. Daran massgeblich beteiligt sind auch formidable TV-Übertragungen beispielsweise des deutschen Senders «RTL», die die grösste Sportliga der Welt, die National Football League (NFL), zur sonntäglichen Primetime im Free-TV in die hiesigen Stuben liefern.

In Rapperswil gibt es mit den Lake Zurich Red Scorpions bereits eine Flag-Football-Nachwuchsmannschaft. Und ab der kommenden Saison, die im April startet, kann in Rapperswil-Jona auch «richtiger» Tackle-Football von Erwachsenen bestaunt werden. Denn wie der Nationalliga-C-Klub Glarus Orks am Montag in einem episch-dramatischen Instagram-Video bekannt gibt, spielt der Verein ab der kommenden Saison auch im Lido in Rapperswil.

Spielbetrieb langfristig gesichert

Der Grund dafür ist, dass die Orks in der Vergangenheit an ihrem Heimspielort in Schwanden oftmals Probleme mit dem Platz hatten, dementsprechend viele Spiele verschieben mussten und darum auf der Suche nach Alternativen waren. In Rapperswil-Jona planen die Orks, «ausgewählte Heimspiele im Lido durchzuführen». Zudem soll die Rosenstadt der Ausweichort sein, falls in Schwanden nicht gespielt werden könnte. Wie die Orks weiter ausführen, sei damit der Spielbetrieb langfristig gesichert und die Wetterabhängigkeit verringere sich.

Dichteres Angebot

Dieser Entscheid dürfte nicht nur bei den Glarus Orks, sondern auch bei den Verantwortlichen im Schweizer American Football Verband auf Zustimmung stossen. Denn Spielabsagen haben einen erheblichen Einfluss auf die Planung. Es ist fast unmöglich, für jeden ausgefallenen Spieltag ein Ersatzdatum zu finden. Insbesondere, da die meisten Teams nicht bereit sind, auch unter der Woche zu spielen.

Für die Orks dürfte der teilweise Umzug nach Rapperswil die Chance bieten, ein grösseres Publikum anzuziehen. Gleichzeitig müssen die Glarner aber auch das Publikum aus dem Kanton überzeugen, künftig den Weg zu den Heimspielen nach Rapperswil- Jona mitzumachen.

Durch die Teilumsiedlung der Orks wird das Angebot an American Football in der Grossregion Zürich noch dichter. In knapp 40 Minuten ab Hauptbahnhof Zürich gibt es nun Teams in Winterthur, Dübendorf, Rapperswil und Zürich selbst. (mor)

Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos

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