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Gemeinderatswahl Glarus Nord: Die SVP will mit einem neuen Kandidaten die Schwäche der andern ausnutzen

Im zweiten Wahlgang um einen Sitz im Gemeinderat Glarus Nord steigt nun auch die SVP ins Rennen. Die erste Runde habe gezeigt, dass die Wählerinnen und Wähler mit der Auswahl nicht zufrieden seien.

Daniel
Fischli
23.09.24 - 17:38 Uhr
Glarus
Bauunternehmer: Martin Dürst will im Gemeinderat Nord das Gewerbe vertreten.
Bauunternehmer: Martin Dürst will im Gemeinderat Nord das Gewerbe vertreten.
Pressebild
Die SVP Glarus Nord stellt Martin Dürst aus Niederurnen als Kandidat für den freien Sitz im Gemeinderat von Glarus Nord auf. Der 37-Jährige ist laut einer Medienmitteilung der Partei Vater von zwei Kindern und wohnt in Niederurnen. Seit über zehn Jahren sei Dürst Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Glarus Nord, so seine Partei. Dürst ist 2016 für die SVP in den Glarner Landrat nachgerückt, aber schon zwei Jahre später nicht mehr gewählt worden.

Martin Dürst bringe Erfahrung als Unternehmer mit, so die SVP. Vor zehn Jahren habe er seine eigene Firma im Baugewerbe gegründet. «Er ist Unternehmer durch und durch und weiss aus eigener Erfahrung, wo dem Gewerbe der Schuh drückt», heisst es in der Medienmitteilung. Als Gemeinderat wolle er sich für gesunde Finanzen und attraktive Rahmenbedingungen für das Gewerbe einsetzen.

 «Eine bürgerliche Alternative»

Im ersten Wahlgang vom Wochenende haben Christoph Zwicky (SP) und Yves Schlittler (GLP) das absolute Mehr verpasst. Zwicky lag um genau 100 Stimmen unter dem absoluten Mehr, Schlittler um 229 Stimmen. Gut 300 Stimmen gingen an Vereinzelte, und ebenfalls gut 300 Stimmzettel waren leer. Die SVP interpretiert dies als Unzufriedenheit mit den Kandidaten: «Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vermissen ganz offensichtlich eine bürgerliche Alternative.» Mit ihrem Kandidaten wolle sie diese Lücke nun schliessen. Zwicky und Schlittler haben bereits angekündigt, dass sie wieder antreten wollen. Mit Dürst sind nun also drei Kandidaten im Rennen.

Der zweite Wahlgang findet am 13. Oktober statt. Dannzumal reicht das relative Mehr für eine Wahl. Die Ersatzwahl ist nötig geworden, weil Gemeinderat Fritz Staub (SVP) im Juni zum Gemeindepräsidenten gewählt worden ist. Neben Fritz Staub gehört mit Kaspar Krieg ein weiterer Vertreter der SVP dem Gemeinderat an. Drei Mitglieder des Gemeinderates gehören Die Mitte an, eines den Grünen. Die SP und die GLP sind im Gemeinderat nicht vertreten.

Daniel Fischli arbeitet als Redaktor bei den «Glarner Nachrichten». Er hat Philosophie und deutsche Sprache und Literatur studiert. Mehr Infos

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