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Amriswil beendet die Cupträume von Volley Näfels

Im Viertelfinale des Schweizer Cups verliert Volley Näfels im Ostschweizer Derby in Amriswil trotz einer 1:0-Satzführung mit 1:3.

Südostschweiz
28.01.24 - 20:06 Uhr
Glarus
An ihm lags nicht: Antti Ropponen (rechts) spielt gegen Amriswil gross auf, alleine kann er es aber auch nicht richten.
An ihm lags nicht: Antti Ropponen (rechts) spielt gegen Amriswil gross auf, alleine kann er es aber auch nicht richten.
Bild Mario Gaccioli

von Bernahrd Windler und Kai Aebli

Cupspiele sind brutal. Eine Niederlage ist endgültig, sie kann nicht mehr ausgebügelt werden. Und so war sowohl für Amriswil als auch für Näfels die Partie vom Sonntag die wichtigere der beiden Wochenendbegegnungen. Beide Teams hatten in den Direktbegegnungen der Nationalliga-A-Meisterschaft je einen Heimsieg geschafft.

Der erste Satz war eine zähe Angelegenheit. Ständig wechselte die Führung, und keinem Team gelang es, sich abzusetzen. Dies ging bis zum 22:22-Gleichstand, ehe Näfels durch Bruno Biella und Antti Ropponen den ersten Zwei-Punkte-Vorsprung herausspielte. Darauf folgte ein Servicewinner durch Biella, doch Schieds- und Linienrichter sahen es anders. Beim zweiten Satzball setzte Vitor Yamamoto einen Angriff auf die Linie, doch auch diesen Punkt gaben die Unparteiischen nicht. Dass dann Risto Nikolov und Ropponen den Satz doch noch heimholten, war ausgleichende Gerechtigkeit.

Näfels lässt nach

In den zweiten Satz starteten die Amriswiler viel zielstrebiger. Während sie im ersten Durchgang zu viele Angriffsbälle nicht auf den Boden gebracht hatten, gelang dies nun weitaus besser. Und die Näfelser machten es ihnen auch leichter als vorher. Jetzt kamen ihre Angriffe nicht mehr wie gewünscht. Nico Süess und Biella sahen sich geblockt, und eine Finte von Yamamoto landete im Netz.

So lag das Heimteam schon bei Satzmitte mit neun Punkten in Front. Gegen Satzende gelangen den Gästen noch einige schöne Punkte, doch näher als auf fünf Punkte kam man nicht mehr an den Gegner heran.

Nach der Pause ging es ausgeglichen weiter, wobei die Glarner Unterländer immer leicht in Führung lagen. Erst nach dem 13:15 stellten die Amriswiler auf 17:15. Noch einmal lag Näfels bei 18:19 in Front, ehe Julian Weisigk mit einer Aufschlagserie bis zum 23:19 die Vorentscheidung zur Amriswiler 2:1-Satzführung herbeiführte. «Wir haben einen guten Fight gezeigt. Amriswil hat gut gespielt, und wir haben unsere Chancen, besonders in diesem dritten Satz, nicht genutzt», so Näfels-Trainer Matjaž Hafner.

Der Näfels-Trainer Matjaz Hafner trauert den verpassten Chancen nach, speziell im dritten Satz.
Der Näfels-Trainer Matjaz Hafner trauert den verpassten Chancen nach, speziell im dritten Satz.
Bild Mario Gaccioli

Blick richtet sich nach vorne

Im vierten Satz kam es zur Vorentscheidung, als Amriswil von 12:9 auf 15:9 erhöhte. Die Näfelser kämpften zwar verbissen, doch die Amriswiler hielten dagegen und gewannen letztendlich auch diesen Satz und damit die Begegnung. Während bei Näfels zu viel über Ropponen lief, waren bei den Amriswilern mehr Spieler für die Punkte verantwortlich. Das sieht auch Risto Nokolov so. «Wir haben Antti Ropponen in seinem super Spiel nicht unterstützt. und allein konnte er uns nicht stemmen», sagte der Captain von Volley Näfels nach der Partie. Er ergänzt: «Ich bin sehr traurig über die Niederlage, die wir leider verdient haben. Wir haben das ganze Spiel gut gekämpft, aber wir waren in einem Element schlecht – im Angriff.»

Sowohl Trainer Hafner wie auch Captain Nikolov schauen nach dem Ausscheiden im Cup-Viertelfinale aber bereits wieder nach vorne. «Wir müssen diese Niederlage jetzt möglichst schnell vergessen und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren», sagt Hafner, und Nikolov lenkt ein: «Jetzt fokussieren wir uns auf das nächste Spiel gegen Luzern.»

Amriswil – Näfels 3:1 (24:26, 25:19, 25:23, 25:20)

Tellenfeld. – 650 Zuschauende. – SR: Sikanjic/Zindel.
Amriswil: Björn Höhne, Shane Holdaway, Julian Weisigk, Renan Purificaçao, Facundo Imhoff, Dima Filippov, Ramon Diem (Libero).
Näfels: Blazej Podlesny, Nico Süess, Risto Nikolov, Ropponen, Vitor Yamamoto, Bruno Biella, Samuel Blaser (Libero).

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