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Asbestsanierung am Walensee kostet bis zu 1,5 Millionen Franken

Im Gäsi liegen Asbestrückstände im Boden. Diese zu entfernen kommt den Kanton Glarus nun teuer zu stehen. Abgelagert hatte das Asbest einst jemand anders.  

Südostschweiz
06.02.24 - 16:30 Uhr
Glarus
Im Auenwald am Walensee werden im Frühsommer 2020 verdächtige Abfälle gefunden. Jetzt werden sie für viel Geld entsorgt. 
Im Auenwald am Walensee werden im Frühsommer 2020 verdächtige Abfälle gefunden. Jetzt werden sie für viel Geld entsorgt. 
Archivbild

Die mit Asbest belastete Umgebung der Linthmündung in den Walensee soll nach mehrjährigen Abklärungen diesen Herbst saniert werden. Der Kanton Glarus rechnet mit Kosten von 1,5 bis 2 Millionen Franken. Der Bund habe die Sanierungsbedürftigkeit des Standortes bestätigt, teilte das Glarner Departement Bau und Umwelt am Dienstag mit. Deswegen sei mit einer Kostenbeteiligung des Bundes von 40 Prozent zu rechnen, so die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Asbestbelastung war Anfang 2020 am Seeufer und im umgebenden Wald entdeckt worden. Als Sofortmassnahme wurden grössere asbesthaltige Bruchstücke eingesammelt und entsorgt. Danach wurde der kontaminierte Bereich mit Seekies überschüttet. Die Sanierung gilt als anspruchsvoll, weil die Asbestabfälle zum grössten Teil unter den Bäumen des Linthdeltas liegen. Diese sind Teil eines Auenwaldes von nationaler Bedeutung, der nicht geschädigt werden soll.

Altlast aus der Zeit, als die SBB ihren Tunnel bauten

Untersuchungen ergaben, dass das Asbest wahrscheinlich aus den späten Fünfziger- bis frühen Sechzigerjahren stammt. Damals wurde der Bereich als Material- und Umschlagplatz beim Bau des Kerenzerbergtunnels der SBB und der Walenseestrasse genutzt.

Die Untersuchungs- und Überwachungskosten des Sanierungsvorhabens in Höhe von 143'000 Franken wurden bisher vom Linthwerk vorfinanziert. Der Kanton erstattet nun gemäss einem Kostenverteiler des Departements Bau und Umwelt dem Linthwerk, das für die Gewässer und Kanäle in der Linthebene zuständig ist, 92 Prozent des Betrages. Das entspricht 132'000 Franken. (sda)

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im gleichen Arbeitsprozess soll auch die Lärm-Galerie Ofenegg geschlossen werden ; Lärm-Müll in einem Erholungsgebiet geht garnicht.

Auch soll mit den St.Gallern der Ufer und Strandweg vom Hafen Weesen zum LagoMio endlich kostengünstig umgesetzt werden! Wenn man weniger Verkehr und Lärm will muss eben schon der Finger rausgenommen werden. Als einander an den Eiern rum zerren. Wie Schwingen.

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