Bei Goldschmiedin Tanja Rhyner in Glarus hat jedes Schmuckstück eine eigene Geschichte
Tanja Rhyner führt uns durch die neu gestalteten Räume ihres Goldschmiede-Ateliers Mawidor in Glarus. Sie zeigt ihre Werkstatt, wo sie mit Feuer und Flamme das traditionelle Handwerk ausübt.
Tanja Rhyner führt uns durch die neu gestalteten Räume ihres Goldschmiede-Ateliers Mawidor in Glarus. Sie zeigt ihre Werkstatt, wo sie mit Feuer und Flamme das traditionelle Handwerk ausübt.
Der Mensch ist seines Glückes Schmied? Auf Tanja Rhyner trifft das sicher zu. Auch nach 25 Jahren ist sie noch Feuer und Flamme für ihren Traumberuf als Goldschmiedin und Schmuckdesignerin. Und seit drei Jahren ist sie stolze Eigentümerin eines traditionsreichen Glarner Geschäftes, das sich mit einem speziellen wie breit gefächerten Angebot und Kundenservice einen Namen gemacht hat.
Die kürzliche Eröffnung des neu gestalteten Verkaufsraums vollendet für Tanja Rhyner die Übernahme: «Der Laden trägt nun meine Handschrift, alles ist für mich abgerundet und stimmig», strahlt die engagierte Geschäftsfrau und Mutter zweier Töchter. Die neuen Räumlichkeiten sind modern und gemütlich eingerichtet, damit sich die Kundinnen und Kunden sofort wohlfühlen.
Tanja Rhyner ist voller neuer Ideen: Gerade hat die gebürtige Engelerin ihre jüngste Kollektion am Chäsmärt in Elm präsentiert: den «Tschingelhorä»-Ring mit diamantbesetztem Martinsloch.
Magie bei 1000 Grad Hitze
Das Atelier hinter dem Verkaufsraum ist das Herzstück ihres kreativen Schaffens: Gerade ist die Mitarbeiterin dabei, eine Perlenkette neu zu knöpfen. Etwas weiter hinten ist die kleine Werkstatt mit zwei weiteren Arbeitsplätzen. Hier befindet sich ein riesiger Fundus an Geräten und Werkzeugen – von der winzigen Feile über den massiven Amboss bis zum Ultraschall-Bad oder einem Laserschweissgerät. Viele Werkzeuge sind bereits Jahrzehnte in Gebrauch, grundsolide und unverzichtbar.
Walzen, Biegen, Löten, Schleifen, Polieren: Dass ihre Arbeit zum Grossteil traditionelles Handwerk ist, begeistert Tanja Rhyner. Wenn Sie zum Beispiel mit grosser Flamme das Altgold bei 1000 Grad Hitze zu einer Einheit zusammenschmilzt, dann wird die Magie im Umgang mit dem edlen Element spürbar. Aus dem flüssigen Metall werden schliesslich dicke Stäbe oder Platten gegossen und dann weiter zu Ringen, Anhängern, Hals-, Hand- und Fussketten oder Ohrschmuck verarbeitet.
«Besondere Momente sind für mich, wenn ich etwa aus alten Schmuckstücken etwas Neues schmieden darf», erklärt Rhyner. Die Verkäuferin zeigt ihren so entstandenen Ring aus filigranem Metallgeflecht, den Tanja Rhyner gefertigt hat. Ein Unikat mit speziellem Erinnerungswert an geliebte Menschen.
Sehr oft werden auch Partnerringe miteinander vereint oder alte Schmuckstücke zum Beispiel von der Grossmutter repariert oder umgearbeitet. «Diese Arbeiten sind für die Kundin oftmals mit vielen Emotionen verbunden. Daher ist es besonders wichtig, sich Zeit für eine gute Beratung zu nehmen.» Solche Gespräche können schon mal länger dauern oder auch mehrere Termine benötigen, sie seien auch ohne Voranmeldung möglich, so Rhyner. Das Ergebnis und vor allem die zufriedene Kundschaft zählen.
Schmuck, der durchs Leben begleitet
Bei Mawidor sind etwa 60 Prozent Auftragsarbeiten und 40 Prozent Verkauf und Reparatur, schätzt Tanja Rhyner. Der persönliche Kontakt sei, gerade im Zeitalter des Internetshoppings, eine der Stärken und Chancen des Geschäfts. Schmuck begleite Menschen oft ein Leben lang, vom Taufketteli bis zum Verlobungs- oder Trauring, so Rhyner. Schenkende und Beschenkte erinnerten sich zuweilen mit feierlichen Gedanken oder gar Tränen in den Augen an den Moment des Auswählens und den Anlass des Kaufs, der ihnen viel bedeute.
Deshalb seien auch Qualität und Nachhaltigkeit so wichtig: «Wir verarbeiten recyceltes Edelmetall in hochwertigen Legierungen – das ist ökologisch und sozial sinnvoll – , echte Perlen und Edelsteine», sagt Tanja Rhyner. «Vielleicht sieht der Modeschmuck im Katalog auf den ersten Blick auch gut aus, aber wenn dann schnell eine Schliesse kaputtgeht oder Kupfer unter dem Edelmetall durchschaut, ist die Enttäuschung gross.»
Paisley und «Tschingelhorä»
Als weiteres Markenzeichen setzt Rhyner auf ihre Glarner Kollektion. Noch während ihrer Lehrzeit schuf sie zusammen mit ihrer Chefin die Glarner-Tüechli-Paisley-Kollektion. Die Auswahl ihres Sortiments ist gross und wird laufend mit neuen Ideen erweitert, wie aktuell mit dem «Tschingelhorä»-Schmuck.
Tanja Rhyner geht es aber nicht nur ums Verkaufen, sondern auch darum, das Interesse der Leute an etwas Schönem zu wecken. «Auch darum habe ich die Schaufenster im neu umgearbeiteten Geschäft etwas offener gestaltet, damit man bis in den Laden hineinschauen kann.» Der Umbau des Verkaufsgeschäfts zeigt, dass sie an den Standort in Glarus glaubt.
Dieser Beitrag wurde nach journalistischen Kriterien, aber im Auftrag von Mawidor erstellt. Weitere Informationen dazu unter promotion@somedia.ch.
Mawidor und Tanja Rhyner – eine Glarner Erfolgsgeschichte
Gegründet wurde die Mawidor AG 1985 von Marianne Widmer. Von 1999 bis 2003 absolvierte Tanja Rhyner bei ihr die Lehre als Goldschmiedin. An weiteren beruflichen Stationen, so zum Beispiel bei Bucherer in Zürich und in der Abteilung für Uhren-Reparaturen im Manor, spezialisierte sie sich weiter. Eine Anfrage von Marianne Widmer holte sie 2010 ins Glarnerland zurück: Die ehemalige Lehrmeisterin bot Rhyner die Übernahme der Firma Mawidor an, welche über elf Jahre vollzogen wurde. So wurde die einstige Lehrtochter Chefin und übernahm auch die Teilzeitangestellten.Mehr Infos unter www.mawidor.ch