Esaf-Muni Max ist auf der Suche nach seinem richtigen Zuhause: Das sind unsere sechs Vorschläge
Wo Muni Max nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest hausen darf, ist immer noch ungewiss. Sechs originelle Ideen, wo der Holzmuni im Glarnerland stehen könnte.
Wo Muni Max nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest hausen darf, ist immer noch ungewiss. Sechs originelle Ideen, wo der Holzmuni im Glarnerland stehen könnte.
Zuerst sollte Muni Max nach dem Esaf auf die Schwägalp. Aus wirtschaftlichen Gründen wird daraus aber nichts. Muni Max ist immer noch auf der Suche nach einem Zuhause. Ferienhausbesitzer Michael Ladwig will den Muni nach Braunwald holen. Umweltverbände finden, dass sein Vorhaben nicht mit dem Richtplan vereinbar sei.
Auch wir haben uns Gedanken gemacht, wo Muni Max nach dem Esaf hinziehen könnte. Das sind unsere Vorschläge.
Max wird die neue Rednertribüne für die Landsgemeinde
Es ist schon ein paar Jahre her, dass die Idee einer fixen Rednertribüne auf dem Zaunplatz geboren worden ist. Damals ist sie nicht auf genug Gegenliebe für die Verwirklichung gestossen. Aber jetzt bietet sich mit dem Esaf-Muni Max die Gelegenheit, die Idee doch noch umzusetzen. Max kommt in die Mitte des Zaunplatzes mit dem Blick nach Osten. Von unten her führt eine Treppe durch Bauch und Hals in den Kopf, wo ein schmucker Balkon angebaut wird. Der Landammann, die Frau Landammann und die Rednerinnen und Redner kommen dort viel besser zur Geltung als unter dem grauen, tristen Dach, das sie jetzt vor Regen oder Sonne schützt. Und das Mehr kann von der erhöhten Lage aus erst noch besser abgeschätzt werden.
Max wacht über das Glarnerland
Mit seinen 21 Metern ist Muni Max zwar nicht ganz so mächtig wie die 30 Meter hohe Christusstatue «Cristo Redentor» in Rio de Janeiro. Dennoch glauben wir, dass er bestens über das Glarnerland wachen könnte, wenn er beim Restaurant «Bergli» in Glarus stünde. Ausserdem kann man den Holzgiganten im Gegensatz zur steinernen Christusstatue sogar erklimmen.
Max als Tor zum Glarnerland
Diese Idee kommt von einem Leserinput. Marc Brunner schlägt vor, Muni Max über dem Autobahnzubringer zu platzieren. Dort könne er jeden willkommen heissen, schreibt Brunner in einem Leserbrief. Der Holzmuni würde genau über der Strasse platziert, sodass alle unter ihm durchfahren müssten. Das wäre doch eine tolle Alternative zu den langweiligen Willkommenstafeln, die üblicherweise an Kantons- oder Gemeindegrenzen zu sehen sind.
Max sorgt für Familienspass im Klöntal
Das Klöntal ist heute schon so beliebt, dass es immer wieder einmal gesperrt werden muss. Kein Wunder. Die Natur ist traumhaft schön. Sicher würde es auch Muni Max dort gefallen. Mit ein paar Abänderungen könnte er sogar zur Familienattraktion werden. Im Innern geht es eine Treppe hoch und danach saust man mit einer Rutsche direkt ins erfrischende Wasser.
Max wird zum Social-Media-Star
Der Muttenchopf wird schon ohne einen 20 Meter hohen Holzmuni in den sozialen Medien gehypt. Was passiert wohl, wenn Muni Max auch noch dort steht? Damit Wildcampen gar nicht erst zum Problem wird, können Influencer bequem und natürlich zu völlig überteuerten Preisen direkt im Muni übernachten. Powerbanks, Selfiesticks und Ringlichter gibt es als Deluxe-Paket obendrauf.
Max wird verbrannt
Bei diesem Vorschlag bleibt uns Muni Max leider nicht erhalten. Er wird nämlich zum «Burning Muni». Statt in der Wüste Nevadas wird im Oberseetal eine temporäre Festivalstadt aufgebaut. Nach dem Esaf wird gleich eine Woche lang weitergefeiert. Zum Höhepunkt versammeln sich alle mit Zigerbrüüt in der Hand am Obersee, um gemeinsam die Verbrennung von Muni Max anzusehen. Dabei mischt sich der Rauch mit dem Duft von Schabziger, wodurch die giftigen Blaualgen eingehen.
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SO im Genre Comedy, wo…
SO im Genre Comedy, wo schädlicher Holzfeuer-Feinstaub samt Schabziger giftige Blaualgen eingehen lassen?
Ist das lustig? Bringt das der Leserschaft etwas?
Ist es nicht vielmehr traurig, für eine ebenso infantiles wie überdimensioniertes (hat "grösser, weiter, schneller" als falsche "Religion" die Menschheit nicht auf den Holzweg gebracht) Holzspielzeug 3.6 Millionen Schweizerfranken zum Fenster raus zu werfen und anschliessend noch aufwendig zu palavern, wo das Fenster bzw. Endlager lokalisiert sein soll?
https://www.suedostschweiz.ch/glarus/holzstier-fuer-36-millionen-franke…
Wolfgang Reuss 10.03.2025 - 12:00 Uhr
Diesen Zeitungsartikel finde ich augenöffnend. Er zeigt, mit welch "fantasievollen" Begründungen die fantasielosen Macher ihre "heisse Luft" schönzureden versuchen.
Beispiel: «Max soll dort helfen, die Arbeitsplätze im gastronomischen Bereich zu erhalten, wenn die Säntis-Schwebebahn für 22,7 Millionen Franken erneuert wird.» Ich denke, im Gegenteil, der "überblähte Stier" hätte sogar zu Finanzverlust geführt – deshalb ja die Absage seitens Schwägalp.
Gigantismus:
Den "Holzweg"-Produzenten genügte nicht das abschreckende Beispiel:
Aargauer Zeitung (22.02.2017) titelt:
St. Moritz - «Skifahrer Edy»: Der Aargauer Holzkoloss
Die 19 Meter hohe und 18 Tonnen schwere Holzskulptur «Edy» an der Ski-WM in St. Moritz.
Aargauer Zeitung (03.06.2017) titelt:
Die Aargauer Skulptur ist St. Moritz nun doch zu teuer.
Südostschweiz (6.12.2018):
"Das Wahrzeichen der Ski-WM in St. Moritz hat doch noch überlebt. Der Kopf hat ein neues Zuhause gefunden - nach 22 Monaten."
Ladenhüter?
SO schreibt:
Der hölzerne Stier soll dazu im Innenraum begehbar gemacht werden.
Ich schreibe:
3.6 Millionen Franken zum Fenster rausgeschmissen.
Wozu Platz vergeuden als "Endlager-Stellplatz" für den "Trojanischen Stier", wenn noch nicht mal genug Platz für essenziellen Wohnraum in der Schweiz vorhanden ist (Wohnungsnot)?