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Fünf Schwerverletzte aber keine Toten beim Zugsunglück bei Tiefencastel

Am Mittwochmittag ist ein Zug der Rhätischen Bahn zwischen Tiefencastel und Solis auf einen Erdrutsch aufgefahren. Beim Unglück sind drei Personenwagen entgleist. Dabei wurden fünf Personen schwer und zwei leicht verletzt.

Südostschweiz
Mittwoch, 13. August 2014, 17:36 Uhr

Tiefencastel. – Am Mittwoch kurz vor 13 Uhr fuhr der Zug St. Moritz–Chur in der Schinschlucht zwischen zwei Tunnels kurz nach Tiefencastel auf eine 15 Meter breite Rüfe auf («suedostschweiz.ch» berichtete).

Der erste Wagen nach der Lokomotive entgleiste in der Folge und rutschte zehn bis 15 Meter den Abhang hinunter, wo er von Bäumen aufgehalten wurde. Der zweite Wagen entgleiste, stürzte aber nicht ab und der dritte Wagen sprang aus den Schinen. Der Unglücksort liegt in einem unwegsamen Gelände, was die Rettungsarbeiten erschwert.

Die Passagiere seien angewiesen worden, sich in den hinteren Teil des Zuges zu begeben. Anschliessend wurden die Fahrgäste durch Personal der Rhätischen Bahn durch den hinteren Tunnel geführt und von Postautos nach Tiefencastel gefahren.

Aufräumarbeiten angelaufen

Im Zug befanden sich 200 Personen. Sanitäter betreuten Passagiere, die unter Schock standen. Polizeitaucher sind im Stausee des Kraftwerks. Im Einsatz standen 60 Feuerwehrleute, acht Krankenwagen, vier Regahelikopter, fünf Notärzte, Helfer der Alpinen Rettung, das Care Team Grischun sowie die Kantonspolizei Graubünden.

Wie diese vor Ort mitteilte, wurden beim Unglück zwei Personen leicht und fünf schwer verletzt. Die Opfer sind in umliegende Spitäler gebracht worden. Todesopfer habe es keine gegeben. Der Sachschaden ist laut Mediensprecher Daniel Zinsli sehr hoch. Die Rhätische Bahn will die Unfallstelle von beiden Seiten räumen. (bcm/phw)

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