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«Miar bauend um, ...

... miar bauend üsres Schual­huus um» sangen die Platzer Primarschüler mit Verve. Anlass war der Spatenstich zum Umbau des Mitteltraktes des Schul­zentrums Platz vom Dienstag.

Barbara
Gassler
02.07.23 - 12:04 Uhr
Ereignisse
Die gesamte Schüler- und Lehrerschaft ist im zur Baustelle gewordenen Pausenhof versammelt. «Ihr bekommt einen tollen neuen Pausenplatz», wird indes versichert.
Die gesamte Schüler- und Lehrerschaft ist im zur Baustelle gewordenen Pausenhof versammelt. «Ihr bekommt einen tollen neuen Pausenplatz», wird indes versichert.
bg

Erst vor gut einem Monat hatte das Davoser Stimmvolk dem teilweisen Abriss und Neubau zugestimmt. Schon vorher hatte die Schüler- und Lehrerschaft in Erwartung eines positiven Abstimmungsergebnisses Abschied vom Schulgebäude genommen. Kurz darauf waren die Bagger aufgefahren und entfernten den nicht mehr gebrauchten Teil des Hauses. Inzwischen steht nur noch der Kern, die Wände berg- wie talwärts sind entfernt. Mit dem Bau betritt die Gemeinde Neuland. Es sei schweizweit das erste Projekt dieser Art, erklärte der Vorsteher des Baudepartements, Simi Valär. Was so ­besonders ist, beschrieb wiederum Otto Kloss, der zusammen mit Marc Ritz vom Büro Cura GbR den Architekturwett­bewerb gewonnen hatte. «Uns faszinierte die Möglichkeit, mit dem Bestand bauen und dabei weiterdenken zu können.» Ihre Idee war, das Bestehende zu schätzen und zu schützen. Daraus resultierte, dass rund 40 Prozent des Gebäudes weiter­genutzt werden. «Die Grundstruktur des mehr als 50-jährigen Hauses ist grundsolide», sagte Kloss. Sie würden ihm eine zweite Chance geben und stülpten, bildlich gesprochen, eine neue, hölzerne Ergänzung über den zu klein gewordenen Teil. Entstehen würden flexible Schulungs- wie Aufenthaltsräume, eine grosse Aula, ein Atrium und sogar ein Dach­garten. Es sei toll, dass die Gemeinde ­Davos dieses Zeichen für Nachhaltigkeit setze, fuhr Kloss fort, denn die Umwelt und der CO₂-Ausstoss beim Bauen seien inzwischen ein permanentes Thema.

Die «Grossen» arbeiten, die «Kleinen» schauen zu: Spatenstich mit den Landräten Stefan Walser und Simi Valär. In der Mitte die beiden Architekten Marc Ritz und Otto Kloss (v.l.).
Die «Grossen» arbeiten, die «Kleinen» schauen zu: Spatenstich mit den Landräten Stefan Walser und Simi Valär. In der Mitte die beiden Architekten Marc Ritz und Otto Kloss (v.l.).
bg

Bezug auf Schulbeginn 2024

Simi Valär wiederum erinnerte an die Gründe für den Neubau. Das Gebäude habe zum Schluss nicht nur nicht mehr genügend Raum geboten, sondern sei auch nicht mehr zu unterhalten gewesen, sagte er. Bei der Umsetzung hätten sie sich ausgesprochen sportliche Vorgaben gesetzt. So sei der Projektwettbewerb erst letztes Jahr lanciert worden. Das Bewilligungsverfahren bis hin zur abschliessenden Abstimmung habe man über den Winter abgehandelt und nun mit den Arbeiten begonnen. Auf den nächsten Winter hin will man das Dach geschlossen haben und die Innenausbauten in Angriff nehmen. Läuft alles nach Plan, soll die Schule ihr neues/altes Gebäude auf Schulstart 2024 wieder in Gebrauch nehmen können.

Für Landrat Stefan Walser ist der Mitteltrakt der Abschluss einer sich über die vergangenen elf Jahre hinziehenden Sanierung der Schulliegenschaften. «Freude herrscht», sagte er in Anlehnung an einen bekannten Ausspruch des ehemaligen Bundesrates Adolf Ogi.

Umrahmt von verschiedenen Stücken der Bläserklasse Davos und zu einer Wiederholung des eingangs erwähnten Liedes schritt man anschliessend zum zeremoniellen Spatenstich, an dem auch die Schülerschaft mit je einer Vertretung aus allen Klassen teilnahm. «Und miar schuflend jetzt a Gruab, jedes Maitli, jeda Buab», sangen die Kinder dazu. «z’Davos, z’Davos, as Schualhuus git’s ganz gross!»

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