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Scuol und Tschierv: Tourengänger von Lawinen verschüttet

Scuol und Tschierv: Tourengänger von Lawinen verschüttet

Am Dienstag sind in Scuol und in Tschierv mehrere Personen von zwei Lawinen erfasst worden. Am Piz Zuort bei Scuol konnten die Tourengänger nur noch tot geborgen werden.

Südostschweiz
24.02.22 - 11:22 Uhr
Ereignisse
Anrissstelle am Gipfelhang: Von hier löste sich die Lawine am Piz Zuort bei Scuol.
Anrissstelle am Gipfelhang: Von hier löste sich die Lawine am Piz Zuort bei Scuol.
Pressebild

Um 14.10 Uhr am Dienstag ging die Meldung ein, dass oberhalb Scuol am Piz Zuort zwei Personen von einer Lawine verschüttet worden seien. Dies teilt die Kantonspolizei Graubünden mit.

Die 18- und 52-jährigen Österreicher waren mit einer Gruppe im Aufstieg zum 3118 Meter hohen Gipfel des Piz Zuort, als sich zwischen ihnen und einer oberhalb gehenden Person eine Lawine löste. Die beiden wurden rund 600 Meter von den Schneemassen mitgerissen. Bei einem Überflug mit dem Helikopter konnte eine der beiden Personen lokalisiert werden.

Um die Verschütteten zu bergen, mussten mithilfe der Heli Bernina Lawinensprengungen durchgeführt werden. Die beiden Männer konnten nur noch tot geborgen werden. Zwei Rega-Crews, Mitglieder der SAC-Sektionen Engiadina Bassa und Bernina – darunter auch Rettungsspezialisten Helikopter RSH – haben die Bergung ausgeführt.

Zweite Lawine am Piz Daint

Zu einer zweiten Lawine kam es am Piz Daint bei Tschierv in der Val Müstair. Eine Achtergruppe von Skitourengängern war am Dienstagmittag im Aufstieg zum 2967 Meter hohen Gipfel. Um 11.40 Uhr wurde ein Ehepaar, das am Ende der Gruppe ging, von einem Schneebrett erfasst und verschüttet. Die übrigen sechs Mitglieder der Gruppe konnten die beiden befreien.

Eine Rega-Crew wurde durch ein Team der Heli Bernina sowie einen Rettungsspezialisten Helikopter RSH unterstützt und flog das Ehepaar zur Kontrolle ins Spital nach Samedan, wie die Kantonspolizei weiter mitteilt.

Die Lawinengefahr ist aktuell in fast allen Teilen des Kantons erheblich. Eine Übersicht dazu findet ihr jederzeit hier auf der Homepage des WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF.

(so)

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