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Prix benevol 2021 geht nach Poschiavo

Die Stiftung benevol Graubünden zeichnet jährlich gemeinnützige Organisationen aus. Dieses Jahr geht der Prix benevol an die «Fondazione Ente Museo Poschiavino». 

Südostschweiz
04.12.21 - 15:48 Uhr
Ereignisse

Zum siebten Mal hat die Stiftung benevol Graubünden am Samstag den diesjährigen Prix benevol verliehen. Mit dem Preis werden herausragende ehrenamtliche Leistungen im Kanton Graubünden anerkennt und geehrt.

Der diesjährige Hauptpreis geht an die «Fondazione Ente Museo Poschiavino», welche sich schon seit 1950 für die Puschlaver Geschichte einsetzt, wie aus einer Mitteilung von benevol Graubünden hervorgeht. Damals gründete die Sektion Poschiavo der Pro Grigioni Italiano die kulturelle Organisation, welche später zur Stiftung wurde. 

Geschichte im Fokus

Das Museum Poschiavino sammelt Zeugnisse der reichen geschichtlichen, kulturellen, künstlerischen und gesellschaftlichen Vergangenheit des Puschlavs. Damit soll verhindert werden, dass diese in Vergessenheit gerät und ihr auch ein würdiger Platz in künftigen Erinnerungen geschaffen wird. 

Heute kümmern sich fünfzig Freiwillige um den Betrieb des Museums, die halbjährlichen Wechselausstellungen und Veranstaltungen wie etwa das Pan Ner-Festival. 

Anerkennungspreise

Wie es weiter heisst, wurden anlässlich der Verleihung auch sogenannte Anerkennungspreise vergeben. Gleich zwei Bündner Vereine erhielten eine solche Auszeichnung:

Kategorie Vernetzung: Der Familienrat Davos wurde 2006 gegründet und verfolgt das Ziel, Davoser Familien zu vernetzen. Der Verein engagiert sich für Elternbildung und organisiert Anlässe für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene. Die Angebote sind religiös und politisch neutral. Das Sekretariat des Familienrates fungiert zudem als Infobüro, welches die Familien beratend unterstützt. 120 Familien und 20 Kollektivmitglieder sind dem Verein Familienrat Davos angeschlossen.

Kategorie Innovation: Der Verein Informatik für Afrika besteht seit 15 Jahren. Auf Initiative von Rosina Hug wird ausgediente Computerhardware aus der Schweiz nach Afrika (Kamerun, Ghana und Nigeria) transportiert und dort wieder in Betrieb genommen. In zahlreichen Projekten werden dort verschiedene Schulen, unter anderem auch eine Blindenschule, ausgerüstet. Die Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit immer weiter ausgebreitet. So werden etwa Computerkurse angeboten, spezielle Sparcomputer entwickelt, Schulmaterial abgegeben, Stipendien vergeben und Lampen mit einem Solarpanel für Orte, wo es keinen Strom hat, zur Verfügung gestellt.

Die diesjährigen Gewinner zusammen mit den Stiftungsrätinnen und Stiftungsräten sowie Regierungsrat Jon Domenic Parolini.
Die diesjährigen Gewinner zusammen mit den Stiftungsrätinnen und Stiftungsräten sowie Regierungsrat Jon Domenic Parolini.
Bild Benevol Graubünden

Wieder vor Ort

Nachdem die öffentliche Verleihung letztes Jahr noch wegen der Covid-19-Situation abgesagt werden musste und stattdessen eine Verleihungssendung auf TV Südostschweiz ausgestrahlt wurde, fand der Anlass dieses Jahr wieder traditionellerweise in der Aula der Fachhochschule Graubünden statt.

Die Preisübergabe erfolgte durch Regierungsrat Jon Domenic Parolini. Im Anschluss an die Preisverleihung präsentierten sich verschiedene Organisationen und Vereine, die teilweise oder gänzlich mit freiwillig Helfenden arbeiten, mit Infoständen dem interessierten Publikum. (paa)

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