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Neue 3D-Bilder liefern Daten zum Strassenzustand

Ein Messfahrzeug ist während den nächsten zwei Wochen auf den kantonalen Strassen des Engadins und des Landwassertals sowie auf den Passstrassen am Flüela, Albula, Ofen, Bernina und Maloja unterwegs.

Südostschweiz
18.07.22 - 14:09 Uhr
Ereignisse
Mehrere Kameras auf einem Dach: Auf zwei Zentimeter genau werden 3D-Aufnahmen von Bündner Strassenabschnitten gemacht.
Mehrere Kameras auf einem Dach: Auf zwei Zentimeter genau werden 3D-Aufnahmen von Bündner Strassenabschnitten gemacht.
Bild Tiefbauamt Graubünden

Ab dem 18. Juli ist im Kanton für zwei Wochen ein Messfahrzeug unterwegs, wie das Tiefbauamt Graubünden mitteilt. Mit speziellen Kameras und Messeinrichtungen – darunter ein Laserscanner – erfasse es den Zustand der Strassenoberfläche und erstelle dabei 3D-Aufnahmen.

Dasselbe Fahrzeug sei bereits in früheren Jahren auf den Bündner Strassen im Einsatz gewesen. Dieses Jahr werden rund 450 Kilometer Kantonsstrassen im Engadin und im Landwassertal sowie die Passstrassen Flüela, Albula, Ofen, Bernina und Maloja erfasst.

Autokennzeichen und Personen werden anonymisiert

Wie es weiter heisst, erfolge anschliessend die Aufbereitung der Bilder und Daten für den Gebrauch durch das Tiefbauamt und andere kantonale Dienststellen. Dazu gehöre unter anderem die Anonymisierung von Autokennzeichen und Personen auf den Bildern sowie die Einbettung in das Landeskoordinatennetz. Dadurch könne jede Aufnahme auf zwei Zentimeter genau lokalisiert werden.

Digitale Karten: Die Bilder können genau lokalisiert werden.
Digitale Karten: Die Bilder können genau lokalisiert werden.
Bild Tiefbauamt Graubünden

Hohes Tempo ermöglicht Messungen ohne Verkehrsbehinderung

Fundierte Informationen über den Zustand des Strassennetzes sind eine wichtige Basis für die Planung des Unterhalts und der Erneuerung, heisst es weiter. Deshalb werde das gesamte 1360 Kilometer lange Netz der Kantonsstrassen seit 2011 alle drei Jahre mithilfe eines Spezialfahrzeugs abgefahren, wobei jedes Jahr eine Etappe von etwa 400 bis 450 Kilometern erfasst wird.

Die dabei ermittelten Daten sollen die visuelle Beurteilung von Schäden sowie Messungen der Fahrbahnebenheit ermöglichen. Zudem können bisher noch nicht erfasste Schächte lokalisiert und in die digitalen Karten eingetragen werden. 

«Fundierte Informationen über den Zustand des Strassennetzes sind eine wichtige Basis für die Planung des Unterhalts und der Erneuerung.»

Aus der Medienmitteilung des Tiefbauamts Graubünden

Die Aufnahmen mit dem Messfahrzeug dauern laut Tiefbauamt etwa fünf Tage. Die Fahrten seien nur bei trockener Fahrbahn und Tageslicht möglich. Das Fahrzeug könne die Bildaufnahmen und Messungen dank entsprechender Ausrüstung und Personal mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 80 Kilometern pro Stunde ausführen – daher komme es auf den betroffenen Streckenabschnitten zu keinen Verkehrsbehinderungen. (red)

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