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Bergsturz in den Tiroler Alpen an der Grenze zu Graubünden - Gipfel abgebrochen

Bei einem massiven Bergsturz im Silvrettagebirge im Tirol ist ein Alpengipfel samt Gipfelkreuz verschwunden. Die Steine stürzten beim Fluchthorn-Massivs in der Nähe zur Bündner Grenze in die Tiefe.

Agentur
sda
12.06.23 - 15:05 Uhr
Ereignisse
Die Silvrettagruppe im Gemeindegebiet von Galtür im Tiroler Bezirk Landeck: Hier ist es Sonntagnachmittag zu einem massiven Felssturz gekommen.
Die Silvrettagruppe im Gemeindegebiet von Galtür im Tiroler Bezirk Landeck: Hier ist es Sonntagnachmittag zu einem massiven Felssturz gekommen.
BILD APA/ZEITUNGSFOTO.AT/RICCARDO MIZIO

«Hundert Meter vom Gipfel sind weggebrochen», schätzte der Leiter der örtlichen Bergrettung in Galtür, Christian Walter, am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. 

Eine Gruppe von Bergrettern absolvierte am Sonntag in diesem Gebiet einen Ausbildungskurs, die Beteiligten wurden Zeugen des Naturereignisses. Wenige Minuten nach dem Felssturz habe sich ein Sturzbach gebildet, der an einer Berghütte vorbeirauschte, berichtete ein Augenzeuge der «Kronen Zeitung».

In der Nähe der Bündner Grenze

Die Polizei überflog das Gebiet nahe der Bündner Grenze. Die Geröll-Lawine sei etwa zwei Kilometer lang, aber es gebe keine Hinweise, dass bei dem Bergsturz am südlichen Gipfel des Fluchthorns Menschen zu Schaden gekommen seien, hiess es.

Laut Walter sind die Berge in letzter Zeit «mehr in Bewegung». Aufgrund des Klimawandels würden sich die Gletscher zurückziehen, und die Permafrostböden schmelzen. Die Beurteilung dieses konkreten Bergsturzes wolle er aber Geologen überlassen, betonte er.

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