×

Das ist an Pfingsten passiert

Das Pfingstfest wird von den Christen jeweils 50 Tage nach Ostern gefeiert. Doch was hat der Feiertag auf sich und was symbolisiert dabei die weisse Taube? Hier liefern wir euch spannende Fakten.

Nicole
Nett
19.05.24 - 04:30 Uhr
Ereignisse
Brauchtum: Die weisse Taube gilt als Symbol für das Pfingstfest. Sie sei frei von allem Bösen und stehe für Sanftmut. 
Brauchtum: Die weisse Taube gilt als Symbol für das Pfingstfest. Sie sei frei von allem Bösen und stehe für Sanftmut. 
Bild Envato

Jeden Frühling gibt es jeweils ein gebündeltes Trio an Feiertagen. Zuerst wird Ostern, dann Auffahrt und schliesslich Pfingsten vom Christentum gefeiert. Ostern macht also immer den Anfang. Und 40 Tage nach dem Ostersonntag ist jeweils Auffahrt und 50 Tage danach das Pfingstfest. Der Begriff «Pfingsten» leitet sich von dem griechischen Wort «pentekosté», der Fünfzigste, ab. Am Pfingstsonntag und -montag haben viele von uns frei und hier erklären wir euch, weshalb.

Geburtsstunde der Kirche

Pfingsten sind gesetzlich geregelte Feiertage in der Schweiz. Die meisten Türen von Schulen und Geschäften bleiben an diesen Tagen geschlossen. An Pfingsten, also genau 10 Tage nach Auffahrt, kam nach biblischer Überlieferung der Heilige Geist auf die Jünger. Dieser Heilige Geist ist laut Bibel auf die Erde herabgekommen und lebt noch heute unter und in uns.

Demnach gilt Pfingsten als Ursprung und Geburtstag der Kirche in ihrer heutigen Form. Damals sollen Gläubige zusammengefunden haben, um das Wort Gottes weiterzutragen. Erfüllt vom Heiligen Geist fingen die Jünger an, zu predigen und in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. So steht es auf der Webseite der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz.

Sinn hinter der Taube und der Rose

Der Pfingstgeist oder Heilige Geist hält laut Apostelgeschichte Jesus unter den Gläubigen lebendig. Am Pfingstsonntag sollen die Jünger von Jesus vom Heiligen Geist erhellt worden sein. Er wird wie ein Wind beschrieben. Man sehe ihn zwar nicht, aber man spüre ihn. Er verbinde, befreie, öffne die Augen für Unrecht und den Mund für die Wahrheit. Der Heilige Geist ist laut Christentum auch der, der aus dem Tod ins Leben ruft. Sein Symbol ist seit dem Mittelalter die Taube. Sie stehe für die Sanftmut und Liebe, die frei von allem Bösen und Bitteren sei.

Auch die Pfingstrose wird gerne mit dem Pfingstfest verbunden. Die Blütezeit der Blume ist ab Mitte April oder Anfang Mai, sodass sie passend zu Pfingsten in sämtlichen Kirchen als Kirchenschmuck verwendet wird. Die Blume hat in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedliche Bedeutungen. In Japan zum Beispiel ist sie ein Symbol für weibliche Schönheit, Reichtum und ein langes Leben.

Schöne rosa Pfingstrosen: Sie steht für weibliche Schönheit, Reichtum und ein langes Leben.
Schöne rosa Pfingstrosen: Sie steht für weibliche Schönheit, Reichtum und ein langes Leben.
Bild Envato

Verlängerter Feiertag

Übrigens: Pfingsten wurde ursprünglich nur an einem Tag gefeiert, nämlich dem Pfingstsonntag. Der Pfingstmontag ist eine Verlängerung dieses Feiertags, damit die Gläubigen mehr Zeit haben, um ihn zu zelebrieren. In dem Sinne: Geniesst das verlängerte Wochenende. Ein bekanntes Zitat lautet mal zumindest: «An Pfingsten gehts am ringsten.» Wir hoffen, unsere Erklärungen über das Pfingstfest haben euch weitergeholfen und wünschen ein frohes Fest.

Wisst ihr, weshalb Pfingsten gefeiert wird?

Auswahlmöglichkeiten

Dieser Artikel ist in abgeänderter Form bereits am 28. Mai 2023 erschienen.

Nicole Nett schreibt und produziert hauptsächlich Geschichten für «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Mehr zu Ereignisse MEHR
prolitteris