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Nach fünf Monaten: Unglücksgondel am Monte Mottarone vor Abtransport

Mehr als fünf Monate nach dem tödlichen Seilbahnabsturz am Monte Mottarone in Norditalien wollen die Behörden die Unglücksgondel vom Berghang schaffen.

Agentur
sda
29.10.21 - 15:46 Uhr
Ereignisse
HANDOUT - Fast fünf Monate nach dem Seilbahn-Unglück in Norditalien, bei dem 14 Menschen starben, bereitet die  italienische Feuerwehr den Abtransport der abgestürzten Gondel am Monte Mottarone vor. Foto: Vigili del Fuoco/dpa - ACHTUNG: Nur zur…
HANDOUT - Fast fünf Monate nach dem Seilbahn-Unglück in Norditalien, bei dem 14 Menschen starben, bereitet die italienische Feuerwehr den Abtransport der abgestürzten Gondel am Monte Mottarone vor. Foto: Vigili del Fuoco/dpa - ACHTUNG: Nur zur…
Keystone/Vigili del Fuoco

Der Abtransport sei für den 3. bis 5. November per Hubschrauber geplant, hiess es von der Feuerwehr auf Nachfrage der Nachrichtenagentur DPA am Freitag. Entscheidend dafür sei das Wetter.

Seit etwa Mitte Oktober bereiteten die Rettungskräfte den Transport an dem Berg westlich des Lago Maggiore vor. Mit Kettensägen fällten sie Bäume an dem bewaldeten Hang, sicherten die Gondel mit einem Gerüst und trennten die Kabine von der Gehänge-Konstruktion. Die Kabine zerlegten sie in kleinere Teile.

Die Gondel mit 15 Menschen an Bord war am Pfingstsonntag (23. Mai) kurz vor der Bergstation in die Tiefe gestürzt, weil das Zugseil riss. Eigentlich hätten die Notbremsen das Unglück verhindern sollen, doch diese waren durch Klammern blockiert und konnten deshalb nicht am Tragseil greifen. Sie sollen zuvor den laufenden Betrieb gestört haben. Die Gondel rauschte talwärts, sprang aus der Aufhängung und krachte in ein Waldstück. Die Behörden ermittelten in der Folge gegen die Angestellte der Betreibergesellschaft.

Nur Eitan, ein kleiner Junge aus Israel, überlebte das Unglück. Er verlor bei dem Unglück seine Eltern und Urgrosseltern. Später kam er bei seiner Tante in Pavia unter. Zwischen ihr und der Verwandtschaft in Israel entbrannte ein Sorgerechtsstreit, in dem der Grossvater den Jungen nach Israel holte. Ein Gericht dort entschied kürzlich: Eitan solle wieder nach Italien.

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