×

Gewaltige Schlammlawine zerstört Häuser in Japan - Mehrere Vermisste

Eine enorme Schlammlawine infolge sintflutartiger Regenfälle hat in Japan mehrere Wohnhäuser mit sich gerissen. Das Schicksal von rund 20 Menschen war zunächst ungewiss, wie örtliche Medien am Samstag aus dem für seine heissen Onsen-Bäder berühmten Küstenort Atami in der südwestlich von Tokio gelegenen Präfektur Shizuoka berichteten. Rettungskräfte suchten nach den Vermissten. Die Behörden gaben die höchste Warnstufe aus und riefen rund 25 000 Haushalte auf, sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär wurde um Unterstützung gebeten. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.

Agentur
sda
03.07.21 - 09:12 Uhr
Ereignisse
HANDOUT - Eine Straße ist nach starkem Regen mit Schlamm, Geröll und Trümmern bedeckt. Foto: Satoru Watanabe/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
HANDOUT - Eine Straße ist nach starkem Regen mit Schlamm, Geröll und Trümmern bedeckt. Foto: Satoru Watanabe/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone/Satoru Watanabe/AP/--

Im japanischen Fernsehen war zu sehen, wie eine massive schwarze Schlammwelle plötzlich von einem Abhang durch mehrere Häuser bricht und alles mit sich reisst. Für einen Moment fühlte man sich fast an einen Tsunami erinnert. Auch an anderen Orten entlang der Pazifikküste wurden Bewohner gewarnt, sich vor anschwellenden Flüssen, Überflutungen und möglichen Erdrutschen in Sicherheit zu bringen. Die heftigen Niederschläge führten auch zu Unterbrechung im Bahnverkehr. Der Betrieb von Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen zwischen Tokio und Shin-Osaka wurde für kurze Zeit unterbrochen.

Im Zuge der globalen Klimaerwärmung verzeichnet Japan immer mehr starke Regenfälle, wodurch es auch immer öfter zu Erdrutschen kommt. In den zurückliegenden zehn Jahren gingen nach amtlichen Angaben jährlich im Schnitt fast 1500 Erdrutsche in dem bergigen Inselreich ab - das sind fast doppelt so viele wie in den zehn Jahren zuvor.

Kommentieren

Kommentar senden
Mehr zu Ereignisse MEHR