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Laut und bunt für mehr Gerechtigkeit

Laut und bunt für mehr Gerechtigkeit

Am «Frauen*streik» 2021 in Chur ist am Montag symbolträchtig, farbig und laut gegen Lohnungleichheit und gleichstellungspolitische Rückständigkeit protestiert worden.

Südostschweiz
vor 4 Monaten in
Ereignisse

Symbolträchtig um 15.19 Uhr ging er am Montag los, der «Frauen*streik» 2021 in Chur. Symbolträchtig, weil dies die Uhrzeit ist, ab der Frauen aufgrund der Lohnungleichheit täglich gratis arbeiten, wie die Organisatorinnen des «Frauen*streikkollektivs Graubünden» in einer Mitteilung schreiben. So wurde – übrigens schweizweit – ab 15.19 Uhr lautstark für die Gleichstellung von Mann und Frau eingestanden. Getroffen hat man sich auch in Chur auf dem Alexanderplatz.

Das Geschehen auf dem Alexanderplatz in Chur. VIDEO ANNALEA ALIG

Lohnungleichheit höher als vor zwei Jahren

Vor zwei Jahren hatte der «Frauen*streik» noch um 15.24 Uhr begonnen. Ein Zeichen dafür, dass sich die Lohnungleichheit in den letzten beiden Jahren von 18 auf 19 Prozent vergrössert hat. Es habe gleichstellungspolitisch zwar einige Fortschritte, aber auch viel Stillstand und sogar Rückschritte gegeben, schreibt das «Frauen*streikkollektiv Graubünden» in der Mitteilung weiter. Um die öffentliche Hand zu mehr Lohntransparenz anzuhalten, hat SP-Grossrätin Silvia Hofmann am Montag einen Vorstoss eingereicht, wie es heisst. Gefordert wird darin die Veröffentlichung der Lohntabelle der kantonalen Verwaltung im Internet, die Angabe des Lohns in Stelleninseraten und eine transparente Information gegenüber den Mitarbeitenden.

Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Den «Frauen*streik» hat auch die Juso zum Anlass genommen, um auf sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen. Sie hat Frauen nach ihren Erlebnissen gefragt, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die über 200 Erfahrungsberichte wurden am Montagmorgen in der ganzen Schweiz aufgehängt – so auch in Chur. (dje)

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