×

14 Tote bei Seilbahnunglück in Norditalien - Keine Schweizer Opfer

14 Tote bei Seilbahnunglück in Norditalien - Keine Schweizer Opfer

Unter den 14 Todesopfern des Seilbahnunglücks auf der italienischen Seite des Lago Maggiore ist niemand aus der Schweiz. Beim Absturz einer Gondel von Stresa auf den Mottarone am Sonntag starben auch zwei Kinder.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Ereignisse

Die Gondel stürzte Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge aus grosser Höhe in eine Waldschneise. Sie wurde am Boden zerschmettert. Da das Gelände steil und unwegsam ist, gestaltete sich die Bergung schwierig. Zu dem Unglück kam es etwa 100 Meter von der Bergstation entfernt.

Über die Identität der Opfer waren auch am Abend keine Angaben erhältlich. Zwei Kinder wurden gemäss der Bergrettung in kritischem Zustand in eine Turiner Klinik geflogen. Sie sollten wegen schwerer Frakturen operiert werden. Sie starben noch am frühen Abend. An Bord der Gondel befanden sich 14 Menschen, darunter die beiden Kinder im Alter von neun und fünf Jahren.

Der Absturz der Kabine sei vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht worden, berichteten Feuerwehrmannschaften, die bei der Bergung im Einsatz waren.

Neben den Feuerwehren standen Bergrettung und Polizei im Einsatz. Auch Helikopter waren an den Bergungsarbeiten beteiligt. Alle auf den Berg führenden Strassen wurden gesperrt. Die Seilbahn in der Region Piemont verbindet den Ort Stresa mit dem 1420 Meter hohen Monte Mottarone auf der italienischen Seite des Lago Maggiore (Langensee).

Keine Schweizer Opfer

Unter den Opfern waren keine Touristen aus der Schweiz, wie eine Sprecherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Das Schweizerische Generalkonsulat in Mailand hatte zuvor in Kontakt mit den italienischen Behörden gestanden.

Die 1970 gebaute Seilbahn hatte den Betrieb am Samstag nach der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Schliessung wieder aufgenommen. Sie verkehrt im 20-Minuten-Takt. Zwischen 2014 und 2016 stand die Bahn wegen Instandhaltungsarbeiten still.

Wegen des schönen Wetters waren am Sonntag zahlreiche Touristen am Sonntag mit der Seilbahn unterwegs, um vom Mottarone die Aussicht über den Lago Maggiore zu geniessen.

Kommentieren

Kommentar senden
E-Paper
Folge uns auf Social Media!
Immer up-to-date mit den besten News aus der Medienfamilie Südostschweiz.
Nicht mehr fragen