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Reise-Schlupfloch in Corona: Iren buchen Arzttermine im Ausland

Reise-Schlupfloch in Corona: Iren buchen Arzttermine im Ausland

Trotz eines Urlaubsverbots wegen der Corona-Pandemie sind Medienberichten zufolge Tausende Iren ins jüngster Zeit ins Ausland geflogen. Dafür nutzen sie ein Schlupfloch in der Gesetzgebung: Reisen sind erlaubt, wenn sie gesundheitlich notwendig sind.

Agentur
sda
vor 2 Wochen in
Ereignisse
ARCHIV - Schilder weisen den Weg zu einer Corona-Teststation am Terminal 2 auf dem Flughafen Dublin. Trotz eines Urlaubs-Verbots wegen der Corona-Pandemie sind Medienberichten zufolge Tausende Iren ins Ausland geflogen. Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
ARCHIV - Schilder weisen den Weg zu einer Corona-Teststation am Terminal 2 auf dem Flughafen Dublin. Trotz eines Urlaubs-Verbots wegen der Corona-Pandemie sind Medienberichten zufolge Tausende Iren ins Ausland geflogen. Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
Keystone/PA Wire/Brian Lawless

Nun hätten zahlreiche Menschen Zahnarzttermine etwa in Spanien gebucht, berichtete das Internet-Portal «Politico» am Dienstag. Dem Sender RTÉ Radio sagte eine Zahnarzthelferin auf der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa, ihre Praxis erhalte täglich fünf bis sieben Terminanfragen von Iren, oft jungen Pärchen.

Normalerweise seien die Patienten ältere europäische Reisende, sagte sie. Diese Buchungswelle sei neu - und viele nähmen ihren Termin nicht wahr. «Da sie nicht auftauchen, haben wir begriffen, dass das nur eine Ausrede für einen Urlaub ist. Sie nehmen Menschen Termine weg, die sie brauchen und Schmerzen haben», sagte sie. Wie «Politico» berichtete, lehnen mehrere Praxen auf den Kanaren mittlerweile irische Patienten ab oder verlangen Vorkasse.

Der irischen Polizei sind die Hände gebunden. Zwar seien bereits gegen Hunderte Menschen Geldstrafen von 500 Euro verhängt worden. Die Polizei hat aber kein Recht, die Reisenden an der Ausreise zu hindern, wenn sie Terminbestätigungen vorzeigen können. Weitere Ziele waren unter anderem Barcelona, die Türkei und Marokko. Die Behörden planen nun, die Geldstrafen deutlich auf 2000 Euro zu erhöhen. Polizeichef Drew Harris warnte Reisende, dass sie bei einem Verstoss gegen die Corona-Regeln verhaftet werden können.

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