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Churer Postplatz-Kreuzung sorgt für Diskussionen

Churer Postplatz-Kreuzung sorgt für Diskussionen

Die Kreuzung am Postplatz in Chur ist bei einigen unserer Leser nicht sehr beliebt. Dass es am vergangenen Wochenende genau dort zu einem Unfall gekommen ist, liess den Unmut wieder aufkommen.

Mara
Schlumpf
vor 3 Monaten in
Ereignisse
Die Kreuzung beim Churer Postplatz sorgt des Öfteren für Gesprächsstoff.
JÜRG ABDIAS HUBER

Am vergangenen Wochenende kollidierten beim Postplatz in Chur zwei Autos. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Leser von «suedostschweiz.ch» fanden aber, dass dieser Unfall nur eine Frage der Zeit war. Das sei eine «blöde Einfahrt» und sie sei bei der Umgestaltung des Postplatzes «verschlimmbessert» worden, heisst es unter anderem in den Kommentaren auf Facebook. Auch würden einige Leser die Kreuzung wann immer möglich meiden.

Facebook-User Patrick R. hat einen konkreten Vorschlag zur Verbesserung der Verkehrssituation am Postplatz: «Die Kreuzung könnte man ganz einfach verbessern. Bei der Fahrspur Richtung Stadttheater könnte man vor der Kreuzung ein weiteres Lichtsignal setzen. So können bei der Rotphase die Linksabbieger der Gäuggelistrasse den Stauraum bis zum Fussgängerstreifen auffüllen.»

Seitens der Stadt Chur sei aber eine Veränderung an dieser Kreuzung nicht angedacht, sagt Roland Arpagaus, Stadtingenieur von Chur. Dies sei auch die Meinung der Stadtpolizei. Aus gutem Grund: «2018 und 2019 gab es direkt an dieser Stelle jeweils einen Unfall mit zwei Autos. 2020 gab es keinen. Da kann man nicht von einem Unfall-Hotspot sprechen.»

Verbesserungen bereits erzielt

Man nehme aber natürlich jeden Unfall ernst, so Arpagaus weiter. So gab es 2017 an genau dieser Stelle zwei Unfälle zwischen Velofahrern und Autofahrern. Anschliessend habe man bei der Filiale «Jäggi» bei der Abbiegung zur Gäuggelistrasse beim Postplatzbrunnen Blumentöpfe verbaut, damit die Velofahrer nicht mehr direkt auf die Strasse fahren können. «Früher hat man solche Situationen noch mit Pfosten oder Kettenzäunen gelöst. Mittlerweile gibt es optisch ansprechendere Lösungen, die den gleichen Effekt erzielen», so Arpagaus. Und der Effekt scheint erzielt: Seither gab es an dieser Stelle in Chur keinen Unfall zwischen einem Velofahrer und einem Autofahrer.

Auch mit dem Verkehrsaufkommen am Postplatz ist Arpagaus grundsätzlich zufrieden: «Vor dem Umbau des Postplatzes im Jahr 2016 fuhren täglich 13'000 Autos durch dieses Gebiet. Heute sind es noch zwischen 8000 und 9000 – in jede Richtung je 4500.» 

«Auch die bestehende Lichtsignalanlage ist für Fussgänger, Velofahrer und den motorisierten Verkehr gut gelöst», so Arpagaus. «Die Autofahrer müssen nicht lange warten und die Fussgänger schaffen es während ihrer Grünphase gut auf die andere Strassenseite. Ohne dieses Lichtsignal gäbe es tropfenweise Fussgängerüberquerungen, damit wäre niemandem gedient.»

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ich verstehe die problemsuche nicht. mit ein bisschen aufmerksamkeit und rücksichtnahme war diese kreuzung für mich noch nie ein thema. aber wenn einzelne fahrer sich halt mit anderem beschäftigen oder einfach ihr vortrittsrecht durchsetzen wollen....

Ich meide auch diese Kreuzung, zumindest aus der Richtung Gäuggelistrasse - Grabensrasse. Wenn ich in der Grabenstrasse Richtung Masanserstrasse fahre und das Lichtsignal auf rot ist, bleibe ich vor dem Ende der durchzogenen Linie stehen und so können für die Dauer der Rotphase die Autos von der Gäuggelistrasse bis zum Lichtsignal hineinfahren; aber das sieht man selten und mancher hupte schon hinter mir, wenn ich stehen blieb. Man muss eben beim Autofahren - neben Navbi, ACC usw. - auch noch etwas denken.

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