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Verein Sunnähöräli steht Brandopfern zur Seite

Verein Sunnähöräli steht Brandopfern zur Seite

Am Neujahrsmorgen verlieren zwei Familien in Engi ihr Daheim. Das löst im Dorf viel Hilfsbereitschaft aus. Der Verein Sunnähöräli hat für finanzielle Hilfe jetzt auch ein Konto eingerichtet.

Claudia
Kock Marti
vor 3 Wochen in
Ereignisse
Was vom einstigen Daheim für zwei Familien übrig geblieben ist: Die Brandruine in Engi bietet einen traurigen Anblick.
Claudia Kock Marti

Das Mitgefühl mit den Familien Anderegg und Sprinzova, die an Neujahr in Engi ihr Hab und Gut in den Flammen aufgehen sahen, war bereits am Brandort spürbar. Wie könnte man den Betroffenen helfen, fragten sich Freunde, Bekannte und Nachbarn spontan. Viele wandten sich etwa auch an Sandra Brandt, die mit den Betroffenen näher befreundet ist.

Und so dauerte es nicht lange, bis sie einen Chat gründete und die Idee geboren wurde, mit dem Familienverein Sunnähöräli den betroffenen Familien etwas zur Seite zu stehen und die Hilfe zu organisieren, wie Brandt erklärt. Die Familienfrau und Sozialpädagogin ist zugleich Vizepräsidentin des Vereins Sunnähöräli, der für das Chliital in der Villa Engi die Tagesstruktur und Krippe führt und ein Generationenhaus etablieren will.

«Die Aufgaben für die Hilfskoordination und -aktion haben wir untereinander im Vorstand aufgeteilt», erzählt Seraina Muhl, die im Vorstand für die Abrechnungen zuständig ist. So galt es, ein Spendenkonto einzurichten und einen öffentlichen Aufruf auf Facebook zu starten, aber auch die Sachspenden zu koordinieren.«Gemeinsam können wir den Familien mit einer Spende helfen», heisst es im Facebook-Aufruf. «Es dankt der Verein Sunnähöräli.»

Die dreiköpfige Familie Anderegg hat laut Brandt in Engi im gleichen Quartier ein möbliertes Ferienhaus angeboten bekommen, wo sie demnächst einziehen werde. So könne auch die achtjährige Tochter weiterhin von dort aus wie bis anhin zur Schule gehen. Auch für Marta Sprinzova und ihren 16-jährigen Sohn werde eine Lösung gesucht, wie Se-raina Muhl erzählt. Bettwäsche, Schränke und anderes mehr seien bereits zur Verfügung gestellt worden.

Geld statt Sachspenden

Bei den Sachspenden sei man an einem guten Punkt, sagt Seraina Muhl. Die Hilfsbereitschaft sei wirklich gross. Für finanzielle Hilfe seien die beiden Familien indes froh, da doch vieles zu ersetzen sei.

«Was vordringlich gebraucht wird, haben sie wohl im Moment», stellt auch Sandra Brandt fest. «Das ganze Brandunglück emotional zu verarbeiten, braucht aber sicher noch seine Zeit.» Das Spendenkonto läuft auf den Namen des Vereins Sunnähöräli. Wer speziell an eine Familie spenden will, soll dies bei der Zahlung vermerken, ansonsten wird der Gesamtbetrag auf beide Familien aufgeteilt.

Spendenkonto nach dem Brand in Engi: IBAN CH94 0680 7710 0695 3092 0; Verein Sunnähöräli Chliital, 8765 Engi

 

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