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Jahresrückblick: Mai/Juni

Jahresrückblick: Mai/Juni

Der Glarner Jahresrückblick 2020. Hier die wichtigsten Ereignisse im Mai und Juni.

Südostschweiz
vor 3 Monaten in
Ereignisse
Im Juni gab's beim Alpabzug fliegende Kühe zu sehen.
SASI SUBRAMANIAM

Endlich wieder Schule – aber fast alles ist anders

Acht Wochen nach der Schliessung der Schulen kehren am Montag, 11. Mai, die Schülerinnen und Schüler in ihre Klassenzimmer zurück. Gleich wie vor dem Lockdown ist aber fast nichts mehr. Das müssen auch die Primarschüler in Mollis feststellen. Zu Beginn erklären die Lehrerinnen und Lehrer den Schülern, wie der Schulbetrieb mit den Hygiene- und Verhaltensregeln funktioniert. Regelmässiges Händewaschen gehört nun fix zum Stundenplan, und zum Schutz werden Plexiglasscheiben installiert.

Es heisst wieder «Prost»

Neben den Schulen dürfen am 11. Mai auch die Beizen wieder öffnen. Die wichtigste Flasche ist jedoch diejenige mit dem Desinfektionsmittel. Unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln dürfen nebst den Beizen auch alle Geschäfte wieder Kunden bedienen. Noch öffnen aber bei Weitem nicht alle Gastrobetriebe ihre Tore. Bei einigen herrschen noch Zweifel, wie bei der Bar «Route 66» in Glarus. Die meisten Wirte freuen sich jedoch auf die Wiedereröffnung, wie Fabian Noser von der beliebten «Rollbar» im Volksgarten. Dennoch zeigt der Gastronom Respekt vor der neuen Situation mit dem Coronavirus.

Sorry: Kein aktuelles Bild vorhanden

Die Näfelser Fahrt im April musste abgesagt werden. Und schon Mitte März hat der Kanton Glarus beschlossen, auch die Landsgemeinde im Mai nicht durchzuführen. Weil die Landsgemeinde aber das höchste politische Organ des Kantons ist, kann man sie nicht wie die Fahrt einfach absagen. Der Regierungsrat will die Landsgemeinde darum im September durchführen. Mit viel Elan wird über den Sommer ein Schutzkonzept erarbeitet. Wenn es die epidemiologische Lage irgendwie zulässt, will man die Landsgemeinde durchführen. Noch-Landammann Andrea Bettiga ist im Frühling noch zuversichtlich.

Die Bewohner des Alterszentrums Bühli kehren zurück

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus im Alterszentrum Bühli zügelten gesunde Bewohner vorübergehend zu ihrem eigenen Schutz ins «Lihn» nach Filzbach. Am 6. Mai kehren 22 Bewohner wieder zurück nach Ennenda. Unter den Genesenen befindet sich auch eine 102-jährige Frau. Am Eingang hängt ein Plakat, welches die Rückkehrer herzlich willkommen heisst. 15 der 26 positiv getesteten Heimbewohner im Bühli sind wieder genesen. Elf Menschen sind an Covid-19 verstorben. Für die Heimleiterin Regula Etter war die Umsiedlung nach Filzbach, «der beste Entscheid, den es gegeben hat». Ab dem 11. Mai sind in den Glarner Altersheimen auch wieder Besuche in definierten Zonen erlaubt.

Enormer Schaden und grosse Anteilnahme

Am Samstag, 31. Mai, gegen 17 Uhr bricht im Dachstock des Hotels «Schwert» in Netstal ein Brand aus. Die Rauchentwicklung ist enorm. Rund 100 Personen von Glarner Blaulichtorganisationen sind im Einsatz. Die Feuerwehr bringt das Feuer zwar rasch unter Kontrolle, der Schaden ist dennoch immens. Verletzt wird glücklicherweise niemand. Dennoch ist Schock bei vielen Glarnern gross, genau wie die Anteilnahme für das Pächterpaar Weber. Die Brandursache ist Gegenstand von Ermittlungen.

Wenn Kühe fliegen könnten …

Die Familie Schnyder aus Netstal hat einen Alpaufzug per Helikopter durchgeführt. Der Weg nach Aueren sei für das Vieh nicht mehr passierbar. So durften 32 Milchkühe die Freiheit des Fliegens erleben. Ob es ihnen gefallen hat, entzieht sich unserer Kenntnis.

Fritz Künzlis Telefon klingelt noch immer

Am 22. Dezember 2019 ist die Glarner Fussballlegende Fritz Künzli gestorben. Aber auch ein halbes Jahr nach seinem Tod klingelt sein Telefon regelmässig, wie Ehefrau Monika Kaelin erzählt. Die Handynummer von Fritz Künzli ist noch immer aktiv. Seine langjährige Lebenspartnerin Monika Kaelin will das so. «Seine Fussballfreunde rufen regelmässig auf seine Nummer an. Sie wollen wissen, wie es mir geht und was ich so mache», erzählt Kaelin.

Forrer ist neuer Landratspräsident

Am 24. Juni hat der Landrat Hans Rudolf Forrer zum neuen Landratspräsidenten erkoren. Er tritt die Nachfolge von Peter Rothlin an. Coronabedingt fand die kleine Feier im «Schützenhaus»-Saal direkt nach der Wahl statt. Seit dem 10. Juni tagt der Landrat nicht mehr im Rathaus, der Landratssaal wird umgebaut. Regierungsrat Andrea Bettiga (links) gratuliert dem neuen Präsidenten an der Feier coronakonform.

Das «Märchenhotel» feiert

Ein Märchen wird wahr – und zwar für die Glarner Hoteliersfamilie Vogel. Ihr Hotel in Braunwald steht erstmals ganz oben auf dem Podest des Hotel-Rankings von Karl Wild. Die Silber- und die Bronzemedaille gewann die Hoteliersfamilie bereits, dass das «Märchenhotel» die Nummer eins je vom Thron stossen könnte, daran glaubten die Vogels nicht mehr. Ein triftiger Grund für Nadja Vogel, eine Flasche Champagner zu köpfen.

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