×

In Arosa lebt bald eine weitere Zirkusbärin

In Arosa lebt bald eine weitere Zirkusbärin

Noch in diesen Tagen soll eine neue Bärin nach Arosa gebracht werden. Es handelt sich dabei um Zirkusbärin Jambolina aus der Ukraine.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Ereignisse

Die internationale Tierschutzorganisation Vier Pfoten plant die baldige Rettung einer ehemaligen Zirkusbärin aus der Ukraine. Das Wildtier soll aus ihrem winzigen Käfig, in dem sie nun schon seit Monaten ausharren muss, befreit werden. Laut Medienmitteilung der Tourismusorganisation Arosa Lenzerheide soll die Bärin bereits in den nächsten zehn Tagen ins Bündner Bärenschutzzentrum nach Arosa gebracht werden. Der elfjährigen Braunbärin namens Jambolina soll noch in diesem Jahr ein Leben in weitläufiger Umgebung ermöglicht werden.

Jambolina trat bis zum März 2020 als «Attraktion» in Zirkussen auf, überwiegend in der Ukraine, aber auch im Ausland. Bedingt durch die Corona-Massnahmen und die Absage vieler öffentlicher Veranstaltungen konnte der Halter mit der Braunbärin nicht mehr auftreten. Seitdem wird das Wildtier laut Medienmitteilung in einer nur wenigen Quadratmeter grossen Transportkiste aus Metall gehalten. In der Kiste kann sich die Bärin kaum bewegen und auch nicht aufrecht stehen, schreibt die Tierschutzorganisation weiter. Der Besitzer sei sich bewusst, dass die Haltung der Bärin nicht artgemäss sei. Er wolle künftig nicht mehr als Tiertrainer arbeiten und suche dringend nach einer Lösung für das Tier.

Nachdem vor wenigen Wochen Napa, der erste Bewohner des Arosa Bärenlands verstorben ist, folgt nun also in wenigen Tagen eine neue Bewohnerin. 

Trotz erschwerten Transportbedingungen

Die Situation rund um die Coronapandemie mache Rettungsaktionen und die damit verbundenen Wildtiertransporte aufwendiger in der Organisation und Durchführung,  heisst es in der Mitteilung. Damit Mensch und Tier gleichermassen geschützt seien, würden nun zusätzliche Vorsichtsmassnahmen getroffen, die den logistischen Aufwand erhöhten. Das Team von Vier Pfoten und vom Arosa Bärenland hat sich aber aufgrund der Notlage von Jambolina entschlossen, eine Ausnahme zu machen und einen Transfer vorzubereiten, wie es heisst. (egt)

Kommentieren

Kommentar senden