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In Elm hat die Erde schon wieder gebebt

Nach der Erdbebenserie von Ende Oktober hat am Dienstag in Elm GL erneut die Erde gebebt. Gemäss einer automatisch generierten Meldung des Erdbebendienstes der ETH Zürich erreichte das Beben eine Magnitude von 4,0 auf der Richterskala.

Agentur
sda
Dienstag, 10. November 2020, 14:23 Uhr Zuletzt Ende Oktober
Erst rund zwei Wochen ist es her, seit in Elm die Erde zum letzten Mal gebebt hat.
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Die Erde im Glarnerland bei Elm bebte gemäss Aufzeichnung um 13.53 Uhr. Beben dieser Stärke dürften zwar verbreitet verspürt werden, aber kaum Schäden verursachen. Laut dem Erdbebendienst der ETH Zürich waren die Erschütterungen vorwiegend im Sernftal, in Elm, in Schwanden und bis nach Glarus gut zu spüren. Auch in weiterer Entfernung, sogar bis nach Schaffhausen, hätten Personen das Beben noch wahrgenommen.

Bei der ETH gingen kurz nach den Erschütterungen etwa 190 Meldungen aus der Bevölkerung ein. Bei der Kantonspolizei in Glarus dagegen waren am Dienstagnachmittag, rund eine halbe Stunde nach dem Erdbeben, lediglich vereinzelt Telefonanrufe eingegangen, wie Mediensprecher Markus Denzler auf Anfrage sagte. Schäden seien der Polizei keine bekannt, hiess es.

Die automatisch generierte Meldung des Erdbebendienstes hatte am Dienstag zunächst ein Beben der Stärke 4,0 auf der Richterskala angegeben. Auf ihrer Homepage publizierte die ETH Zürich später eine Magnitude von 3,9. Das Beben in Elm ereignete sich in einer Tiefe von 1,1 Kilometern. Ein Nachbeben dort etwa 50 Minuten später erreichte die Stärke 1,1.

Stärkstes Beben seit dreieinhalb Jahren

Bereits am 25. Oktober war es in Elm zu einer Reihe von Erdbeben gekommen: Das stärkste erreichte damals eine Magnitude von 4,3. Es war gleichzeitig das stärkste Beben in der Schweiz seit dreieinhalb Jahren. Anschliessend kam es zu mehr als 100 Nachbeben, wobei der stärkste Erdstoss eine Magnitude von 3,6 erreichte.

Am Montag war es in der Region Arolla im Kanton Wallis zu einem Beben der Stärke 3,4 gekommen. Das Wallis ist der Kanton, der am häufigsten von Erdbeben erschüttert wird.

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