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Vor Havarie der «MSC Zoe»: Ladung war enormer Belastung ausgesetzt

Bei der Havarie des Containerschiffes «MSC Zoe» in der stürmischen Nordsee vor eineinhalb Jahren sind die Deckladung und ihr sogenanntes Laschsystem enormen Krafteinwirkungen und Beschleunigungen ausgesetzt gewesen.

Agentur
sda
Donnerstag, 25. Juni 2020, 13:17 Uhr Hamburg/Borkum
ARCHIV - Die Luftaufnahme aus einem Überwachungsflugzeug des Havariekommandos zeigt das Containerschiff MSC ZOE, das im Sturm mehrere hundert Container verloren hat. Foto: --/Havariekommando/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im…
ARCHIV - Die Luftaufnahme aus einem Überwachungsflugzeug des Havariekommandos zeigt das Containerschiff MSC ZOE, das im Sturm mehrere hundert Container verloren hat. Foto: --/Havariekommando/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im…
Keystone/Havariekommando/--

Das geht aus dem Abschlussbericht hervor, den Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung am Donnerstag in Deutschland vorstellten.

Das den geltenden Regeln entsprechende Laschsystem habe den ausserordentlichen Belastungen schliesslich nicht mehr standgehalten. Dies habe zum Einstürzen von Containerstapeln geführt. Negativ habe sich bei dem Unfall die für Containerriesen typische hohe Stabilität des Schiffes ausgewirkt. Das Aufrichtvermögen des Schiffes sei «durch kurze Phasen des Rollens und ruckartige Rückkehr in die Ausgangslage gekennzeichnet» gewesen.

Das unter der Flagge von Panama fahrende, knapp 400 Meter lange und 59 Meter breite Schiff mit 8000 Containern an Bord hatte in der Nacht zum 2. Januar 2019 auf der Fahrt von China via Portugal nach Bremerhaven (Deutschland) 342 Container verloren. Dabei waren 297 Container in niederländischen Gewässern bei der Insel Ameland und 45 in deutschen Gewässern vor der Insel Borkum versunken. Die meisten Container zerbarsten beim Aufprall auf das Wasser, in der Folge trieb tonnenweise Müll an die Strände.

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