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Beschuldigter im Fall Maddie bisher nicht zum Mordverdacht vernommen

Im Fall des vor 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens Maddie ist der deutsche Mordverdächtige noch nicht vernommen worden.

Agentur
sda
Donnerstag, 11. Juni 2020, 13:37 Uhr Braunschweig
ARCHIV - Blick auf die Justizvollzugsanstalt Kiel. Der Verdächtige im Fall des vor gut 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens «Maddie» verbüßt hier derzeit eine Haftstrafe. Foto: Carsten Rehder/dpa
ARCHIV - Blick auf die Justizvollzugsanstalt Kiel. Der Verdächtige im Fall des vor gut 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens «Maddie» verbüßt hier derzeit eine Haftstrafe. Foto: Carsten Rehder/dpa
Keystone/dpa/Carsten Rehder

«Dieser Zeitpunkt ist für uns noch nicht gekommen», sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur. Eine Vernehmung erfolge häufig erst zum Abschluss der Ermittlungen, um dem Beschuldigten auch konkrete Vorhalte zu den Ergebnissen machen zu können, sagte Wolters.

In der vergangenen Woche hatten das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend mitgeteilt, dass ein wegen anderer Delikte inhaftierter 43-jähriger Mann in dem Fall der verschwundenen Madeleine McCann unter Mordverdacht steht. Zur gleichen Zeit hatte es in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» einen erneuten Zeugenaufruf gegeben.

Das damals dreijährige Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Apartmentanlage im portugiesischen Praia da Luz, als die Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant waren. Ermittler waren von einer Entführung ausgegangen. Zeitweise standen auch die Eltern selbst unter Verdacht. Die Veröffentlichung der neuen Erkenntnisse führte zu zahlreichen Hinweisen und löste ein internationales Medienecho aus.

Schnell war klar, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Mann handelt, der derzeit im norddeutschen Kiel eine alte Haftstrafe wegen Drogenhandels absitzt. Zudem ist der Mann wegen sexueller Straftaten verurteilt worden. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der 43-Jährige im Kieler Gefängnis zum Schutz vor möglichen Angriffen in einen anderen Trakt verlegt wurde.

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