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Contact-Tracing im Kanton Glarus

Der Bund hat am 11. Mai angeordnet, dass alle Kantone das sogenannte Contact-Tracing wieder einführen, um Kontaktpersonen von erkrankten Personen ausfindig zu machen. Der Kanton Glarus hat dafür ein Team zusammengestellt.

Südostschweiz
Mittwoch, 13. Mai 2020, 10:58 Uhr Kontaktpersonen ausfindig machen
Der Kanton Glarus nimmt das Contract Tracing wieder auf.
KEYSTONE

Mit dem Contact-Tracing sollen Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus infizierten Personen frühzeitig erkannt und gezielt unter Quarantäne gestellt werden können. Das Contact-Tracing wurde zu Beginn der Coronavirus-Pandemie in allen Kantonen eingeführt, jedoch wieder eingestellt, als die Fallzahlen zunahmen. Am 11. Mai musste das Contact-Tracing auf Anordnung des Bundes in allen Kantonen der Schweiz wieder aufgenommen werden. Für die Umsetzung zuständig sind die Kantone selber.

Wie läuft Contact-Tracing ab?

Enge Kontaktpersonen von erkrankten Personen werden ausfindig gemacht und müssen sich danach in eine zehntägige Quarantäne begeben. Während dieser Zeit werden sie täglich telefonisch von den sogenannten Tracern kontaktiert, erklärt der Kanton Glarus in einer Mitteilung. Diese erkunden sich nach dem Wohlbefinden. Falls Symptome auftreten, kann bei einer Kontaktperson von einer Ansteckung ausgegangen werden. Für die weitere Abklärung ist der Hausarzt zuständig.

Im Kanton Glarus sei für das Tracing ein flexibles Team aus Personen der Verwaltungen des Kantons Glarus, der Gemeinde Glarus, der Kantonsschule und aus der Ärzteschaft zusammengestellt worden, wie der Kanton mitteilt.

Künftig sollen Infektionsketten mittels App erkannt werden. Der Bund rechnet damit, dass die App frühestens im Juni bereitstehen wird. (abr)

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