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An jedem Tisch fehlt jemand: Elf Verstorbene im Altersheim

Ins Alterszentrum Bühli in Ennenda sind gestern 22 Heimbewohner zurückgekehrt, die vor drei Wochen wegen des Coronavirus in das Seminarhotel «Lihn» ausquartiert wurden. Inzwischen sind 15 der 26 positiv getesteten Heimbewohner im Bühli wieder genesen. Elf sind seit dem Ausbruch von Covid-19 verstorben.

Claudia
Kock Marti
Donnerstag, 07. Mai 2020, 04:30 Uhr Rückkehr ins Alterszentrum Bühli
Empfang mit Herz: In Kleinbussen treffen Heimbewohnerinnen und -bewohner von Filzbach kommend in Ennenda ein.
SASI SUBRAMANIAM

Mitte April sind Bewohner und Mitarbeiten- de des Alterszentrums Bühli in Ennenda an Covid-19 erkrankt. Die gesunden Senioren wurden darauf in das Seminarhotel «Lihn» in Filzbach umquartiert. Das Ziel war eine räumliche und organisatorische Trennung, damit die Gesunden gesund bleiben und die Kranken eine optimale Pflege erhalten können. 22 Bewohnerinnen und Bewohner sind seit gestern zurück in ihrem Zuhause in Ennenda.

Der Aufbau eines temporären Alterszentrums praktisch über Nacht sei ein Kraftakt für alle Beteiligten gewesen, sagt Regula Etter, Geschäftsleiterin der Alters- und Pflegeheime Glarus (APG). Nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, auch für das Betreuungsteam seien das Umfeld neu und die Herausforderungen gross gewesen. Das Alterszentrum Bühli ist infektionsfrei.

Betroffene Verantwortliche

Die Verantwortlichen der APG Glarus zeigen sich betroffen davon, dass innerhalb eines Monats elf Bewohnerinnen und Bewohner des Bühli am Coronavirus gestorben sind. Sie sprechen den Angehörigen ihre herzliche Anteilnahme aus. Den positiv getesteten Bewohnern, welche die Krankheit im Alterszentrum Bühli überstanden haben, geht es gut. Unter den Genesenen befindet sich auch eine 102-jährige Bewohnerin. (mitg/ckm)

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