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Gemeinsame Sache in Südbünden

Im südlichen Teil von Graubünden ist das Coronavirus schon länger ein Thema. Nun gibt es aufgrund des Virus im Gesundheitsbereich Anpassungen. Die sechs Südbündner Spitäler arbeiten neu zusammen. Auch die Hausärzte unterstützen diese Zusammenarbeit. Das Tal will für die kommende Zeit gewappnet sein.

Südostschweiz
Dienstag, 17. März 2020, 09:00 Uhr Coronavirus als Auslöser
Spital Scuol
Die Spitäler in Südbünden arbeiten nun zusammen.
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Das Coronavirus ist schon lange in Graubünden angekommen. Aufgrund des Virus kam es bereits zu einigen Änderungen. Nun gibt es eine Erneuerung im südlichen Teil des Kantons. Wie es in einer Mitteilung heisst, arbeiten neu das Spital Oberengadin Samedan, die Klinik Gut St. Moritz, das Center da Sandad Scuol und das Centro Sanitario Valposchiavo mit den einheimischen Ärzten zusammen.

Die Gesundheitsbehörden erwarten in den kommenden Wochen eine grosse Anzahl Erkrankungen durch das neue Coronavirus. Man wolle dafür bereit sein. Aktuell sind in allen Spitälern von Südbünden noch genügende Kapazitäten vorhanden, um Coronavirus-Patienten aufzunehmen und zu betreuen, wie es weiter heisst.

Vorgehen ist geplant

Falls es zu Erkrankungen kommt, werden Betroffene zuerst in die Spitäler in Samedan und Scuol gebracht. Bei leichteren Fällen werden die Patienten in den in den Spitälern von Poschiavo, Müstair und Bergell betreut. Die Klinik Gut stellt grundsätzlich Personal und medizinisches Material zur Verfügung. Wie die Verantwortlichen betonen, werden je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, Corona-Patienten auch in der Klinik gut behandelt.

Eine zweite Massnahme betrifft geplante Operationen. Denn ab sofort werden alle Operationen, die nicht dringend sind, nach hinten verschoben. Die Betreuung von Unfällen und akuten Erkrankungen ist aber in allen Spitälern von Südbünden weiterhin gewährleistet. Durch das Verschieben werden weitere Kapazitäten frei. Dadurch wird das Gesundheitssystem momentan nicht überbelastet.

Zusammenspannen

Die Zusammenarbeit erfolgt jedoch nicht nur zwischen den Spitälern, sondern auch mit den Hausärzten der Regionen. Sie seien für die Betreuung der Bewohner des Tals wichtig. Sie erkennen und betreuen die Patienten, welche sich angesteckt haben, aber keine Hospitalisierung brauchen.  Laut Mitteilung arbeiten die Hausärzte eng mit den Spitälern und den kantonalen Gesundheitsbehörden zusammen.

Das gesamte Gesundheitswesen von Südbünden sei für die anstehenden Aufgaben gut vorbereitet. Die Tatsache, dass die sechs Spitäler und Hausärzte zusammen spannen, schaffe gute Voraussetzungen für die medizinische Versorgung. (paa)

 

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