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Wassereinbruch stoppt erneut Züge im Lötschbergbasistunnel

Im Lötschbergbasistunnel ist es erneut zu einem Wassereinbruch gekommen - an der gleichen Stelle wie im Februar. Die BLS musste deshalb am Samstagmorgen um 8.20 Uhr den Tunnel für sämtliche Züge sperren.

Agentur
sda
Samstag, 14. März 2020, 14:33 Uhr Frutigen BE/Visp VS
Am Lötschberg müssen die Züge wieder über die Bergstrecke fahren - also via Kandersteg. (Archivbild)
Am Lötschberg müssen die Züge wieder über die Bergstrecke fahren - also via Kandersteg. (Archivbild)
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Wie die SBB im Bahninformationsdienst Railinfo vermeldet, fallen die Intercityzüge Romanshorn-Brig zwischen Spiez und Brig aus. Die Eurocity- und die Intercityzüge Basel-Brig werden über Kandersteg umgeleitet. Die Störung dauert mindestens bis zum späten Samstagabend.

Die Reisenden der Intercityzüge Romanshorn-Brig können in Spiez in Shuttlezüge umsteigen, welche sie nach Brig bringen. Wer nach Norden reist, steigt in Brig um, wie BLS-Mediensprecher Stefan Dauner am Samstagmorgen auf Anfrage sagte.

Dauner sagte weiter, schon am Freitagabend habe es erste Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs gegeben. Am Samstag seien die Rückhaltevorrichtungen überlaufen, welche die BLS nach dem ersten Wassereinbruch von Februar am Rand der Geleise aufgebaut habe. Deshalb erfolge die Sperrung.

Beide Röhren seien gesperrt. Die Fachleute seien vor Ort. Der Basistunnel blieb bis Betriebsende geschlossen. Die BLS hoffte, am Sonntag sagen zu können, ob sie eine der Röhren wieder in Betrieb nehmen kann.

Im erneuten Wassereinbruch war deutlich mehr Schlamm als beim ersten. Die Röhre, welche bereits beim ersten Mal stärker in Mitleidenschaft gezogen worden war, ist auch diesmal stärker betroffen. Die BLS ging davon aus, dass sie mehrere Tage geschlossen bleiben wird.

Am 6. Februar war nach einem ersten Wassereinbruch zuerst eine Röhre gesperrt worden. Später wurden beide geschlossen. Nach einem Tag wurde eine Röhre wieder freigegeben, nach gut zehn Tagen auch die zweite.

Der Wassereinbruch ereignete sich rund 2,5 Kilometer vom südlichen Portal in Raron VS entfernt. Die Stelle liegt geologisch in einer Kalkschicht mit Karstsystemen. Solche Schichten führten tendenziell mehr Wasser als beispielsweise Granit- und Gneisschichten, sagte die BLS Mitte Februar.

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