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Das Szenario «Banküberfall» wird trainiert

Wie reagiert man richtig, wenn ein Unbekannter eine Waffe auf einen richtet und Bargeld verlangt? Für solche oder ähnliche Szenarien werden Bankangestellte der Graubündner Kantonalbank (GKB) gezielt geschult.

Bernhard
Aebersold
Freitag, 14. Februar 2020, 17:23 Uhr GKB-Bankangestellte
Der Hauptsitz der Graubündner Kantonalbank (GKB) am Postplatz in Chur. Hier verübte der 55-Jährige den Überfall.
YANIK BÜRKLI

Für Bankangestellte ist es wohl das Schreckensszenario schlechthin: Ein bewaffneter Unbekannter betritt die Bankfiliale und schiesst mit einer realistisch aussehenden Pistole zweimal in die Luft und verlangt Bargeld. In einer solchen Situationen kühlen Kopf zu bewahren und das Richtige zu tun, will gelernt sein.

«Unsere Frontmitarbeiter am Schalter durchlaufen ein entsprechendes Training», bestätigt Hans-Peter Rest, Leiter Marketing und Kommunikation der GKB, auf Anfrage von «suedostschweiz.ch».

Möglichst realitätsnah

Wie das konkrete Verhalten im Falle eines Banküberfalls aussieht, kann Hans-Peter Rest aus Sicherheitsgründen nicht bekannt geben. Klar ist jedoch, dass für die Trainings mit externen Partnern zusammengearbeitet wird und die Übungen möglichst realitätsnah durchlaufen werden. 

«Diese externen Firmen bringen Schauspieler mit, mit denen gewisse Szenarien durchgespielt werden können. Dadurch üben unsere Mitarbeiter das korrekte Verhalten in einem möglichst wahrheitsgetreuen Umfeld», ergänzt Hans-Peter Rest.

Nachbearbeitung nun im Fokus

Nach dem Banküberfall vom Donnerstag wurde den Bankangestellten vonseiten der Kantonspolizei ein Care-Team zur Verfügung gestellt. «Der GKB ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach einem solchen Vorfall gut betreut werden», ergänzt Rest. 

Für die GKB ist der Fall erst abgeschlossen, wenn es den betroffenen Kunden und Mitarbeitern wieder gut geht. (bae)

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